Mittwoch, 25. April 2007

Nachhaltige Senkung des Tabakkonsums?

Ich fand in mehreren Zeitungen Berichte über das Rauchen. Nebst rauchfreien Kantonen, rauchfreien Restaurants und teureren Zigarettenpreisen ging es hauptsächlich darum, dass ab 2008 auch in der Schweiz auf Zigarettenpackungen und anderen Tabakprodukten Bilder vor den Gefahren des Rauchens warnen sollen. Diese Bilder werden zu den bereits vorhandenen Textwarnhinweisen hinzugefügt werden. Zusätzlich gibt es auf den Packungen einen Hinweis auf eine telefonische Rauchstopp-Beratung. Diese Warnung ist Teil der Umsetzung des vom Bundesrat beschlossenen Nationalen Programms zur Tabakprävention, durch dieses der Bundesrat den Tabakkonsum im Lande nachhaltig senken möchte.




Zusammenhänge zum Nachhaltigkeitsdreiecks:

Ein geringerer Tabakkonsum hat Auswirkungen auf die Ökologie – konkret auf die Körper der Rauchenden. Sofern die Massnahmen Auswirkungen auf den Rauchkonsum haben, wird es den Betroffenen gesundheitlich besser gehen beziehungsweise in späteren Jahren nicht schlechter gehen.

Auch auf den sozialen Bereich würde eine Senkung des Tabakkonsums positive Folgen haben. Hier denke ich vor allem an die Nichtraucher, die dadurch nicht mehr durch den vielen Rauch gestört werden.

Eine Senkung des Tabakkonsums hat allerdings auch negative Auswirkungen und zwar auf die Ökonomie. Da ja weniger Tabak eingekauft wird, wenn dessen Konsum sinkt, wird die Wirtschaft Verluste machen.



Diese Berichte über den neuen Versuch, Rauchende vor der Versuchung fernzuhalten, geben mir die Frage auf, ob er auf die Betroffenen überhaut einen Einfluss haben wird. Da ich selbst nicht rauche, weiss ich nicht, ob die Bilder die Raucher wirklich vor einer weiteren Zigarette stoppen, befürchte aber, dass man sich an die Bilder gewöhnt.


Einen wirklichen Zusammenhang zum Thema Frauen finde ich hier nicht. Vielleicht leiden gewissen Frauen unter dem Verlust einer Arbeitsstelle, wenn die Wirtschaft nicht mehr so viel Tabak verkaufen bzw. produzieren muss, ich finde diesen Vergleich jedoch ein wenig zu gesucht.


3 Kommentare:

Tatj hat gesagt…

Deinen Beitrag über den Tabakkonsum und die im Moment aktuelle Prävention ist sehr spannend.
Du hast dich gefragt, ob die neuen Bilder auf den Zigarettenpäckli einen Einfluss auf den Tabakkonsum eines Rauchers machen würden. Diese Frage finde ich durchaus berechtigt. Ich bin eine ehemalige Raucherin und der Meinung, dass es einem Raucher völlig gleichgültig ist, was für ein Bild oder Text auf der Packung abgedruckt ist. Durch die Medien werden wir heute von so vielen Gräueltaten überflutet, dass diese Bilder nicht abschrecken werden.
Jedoch sind rauchfreie Restaurants sowie sehr teure Zigarettenpreise (wie beispielsweise in England) durchaus Massnahmen, welche eine rauchende Person beschäftigen und eine präventive Wirkung haben.

Tatjana Bänziger, Lg C 04

Martina hat gesagt…

Ich habe deinen Artikel über das Rauchen mit grösstem Interesse gelesen. Ich finde deine Ansichtsweise sehr spannend und bin in vielen Punkten gleicher Meinung wie du. Am meisten Nachhaltig in diesem Themenbereich finde ich das Rauchverbot in den Restaurants. Ich bin ebenfalls Nichtraucherin, wobei es mich aber eigentlich nicht stört wenn andere um mich herum rauchen. Anderseits bin ich je länger je mehr erfreut darüber, wenn ich in einem Cafe sitzen kann und nachher nicht wie ein Aschenbecher stinke. Ich finde den sozialen Aspekt gegenüber den Nichtrauchern sehr wichtig.

katrin hat gesagt…

Ich denke, dass "abschreckende" Bilder auf den Zigarettenpakungen die Raucher nicht gross beeindrucken. Ihnen wird ja ständig unter die Nase gerieben, was für Auswirkungen das Rauchen auf ihre Gesundheit hat und die meisten reagieren kaum darauf. Wer Rauchen will, raucht! Das ist nunmal eine Tatsache.
Das Rauchverbot in Restaurants bringt sicherlich einen positiven Effekt für Nichtraucher. Die Restaurants jedoch müssen mit beträchtilchen Verlusten rechen, da ihnen so viele Kunden ausbleiben. Ich habe letztens mit einer Hotelbesitzerin gesprochen, die dieser Massnahme mit grosser Angst entgegenschaut. In Irland gingen durch das Rauchverbot in Restaurants viele Betriebe ein. Ich denke, dass man diesen Aspekt auch berücksichtigen sollte.