Mittwoch, 25. April 2007

Die Macht der Medien

Als ich mich kurz im Internet nach aktuellen News umsah und eine Zeitung nach Beiträgen über nachhaltige Entwicklung durchblätterte, wurde mir bewusst, dass das Thema allgegenwärtig ist. In einer kleineren Zeitung (Bodensee Nachrichten, 19. April 2007) fand ich drei Artikel, im Internet auf www.bluewin.ch (22.04.07) einen, ohne überhaupt zu suchen.

Ein erster Zeitungsartikel handelte von der Aussetzung von Luchsen in der Ostschweiz. Derzeit bewohnt bekanntlich nur ein Pärchen, welches in den letzten zwei Jahren Junge gehabt hatte, die Ostschweiz. Man will nun dafür sorgen, dass der Luchsbestand sich wieder vermehrt.
In einem zweiten Artikel ging es um „Texaid“, eine traditionelle Kleider- und Schuhsammlung, die demnächst im Kanton St. Gallen stattfindet. Die Sammlung hilft Menschen in wirtschaftlich benachteiligten Ländern. Die Kleider und Schuhe werden dort sehr billig verkauft und schaffen durch Reparaturen, Umarbeitungen und den Verkauf auch Arbeitsplätze.
Der dritte Artikel ist ein Aufruf an die Bevölkerung, am WWF-Sponsorenlauf zum Schutz des Grossen Panda mitzumachen.
Der Artikel aus dem Internet spricht ein Thema an, welches auf den ersten Blick nichts mit Nachhaltigkeit zu tun hat. Es geht um den Absturz eines Kampfjets bei einer Flugshow in den USA, bei dem ein Pilot vor Tausenden von Zuschauern ums Leben kam. Meine Verbindung zur nachhaltigen Entwicklung besteht darin, dass ich mich frage, was solche Flugshows sollen. Für mich ist es sinnloses Verpesten der Luft. Klar hat das mit einer gewissen Tradition zu tun. Mein Verständnis für diese Tradition fehlt trotzdem, definitiv. Keine Ahnung, wie viel Kerosin ein solcher Flieger verbraucht, aber ist das wirklich nötig?

Mir wurde bewusst, dass Nachhaltigkeit in unserem Leben viel mehr Platz einnimmt, als ich es mir vorgestellt hatte.

Der Sponsorenlauf des WWF lässt mich eine Verbindung zu unserem Gruppenblogthema „Frauen“ herstellen. Bestimmt wurde schon ein Sponsorenlauf oder etwas Ähnliches gemacht, wo Geld für benachteiligte Frauen (z.B. Opfer von Sexualstraftaten oder von ihrer Religion unterdrückte Frauen), gesammelt wurde. Ich finde dies ein sehr guter Ansatz, denke aber, es könnte noch mehr in dieser Richtung getan werden.
War nicht vor kurzem die Beschneidung von Frauen ein viel besprochenes Thema in den Medien? Ich denke, dass gerade die Medien in dieser Hinsicht sehr viel ausrichten können, indem sie die Bevölkerung auf Derartiges sensibilisiert und durch die Thematisierung vor allem Betroffene stark macht. Ich glaube, die Macht der Medien auf die Bevölkerung ist riesig.

2 Kommentare:

Ines hat gesagt…

Ich finde deine Idee vom Sponsorenlauf nicht schlecht. Ich habe auch schon an einem teilgenommen. Das ist nun aber sicher schon 10 Jahre her. In der heutigen Zeit bin ich mir nicht sicher, ob sich so leicht noch Sponsoren finden lassen. Bei mir konnte ich nur Verwandte und Bekannte dafür bgeistern, mich zu sponsoren. Das Problem finde ich liegt auch darin, dass von überall sogenannte "Bettelbriefe" und Spendenaufforderungen kommen, dass es gar nicht mal so leicht ist, sich für eine gute Sache oder eine gute Organisation zu entscheiden. Vor allem in der Weihnachtszeit, während der die Menschen eher anzustossen sind auf die Missstände, die in unserer Welt herrschen, kommt die ganze Spendenfrage im Speziellen ins Rollen. Ich bin mir nicht sicher, ob Geld wirklich das ist, was jeweils gebraucht wird, um den Menschen, Tieren und Pflanzen zu helfen. Ist das nicht eine recht kurzfristige Lösung, um den Missstand für einige Zeit zu beheben? Früher oder später wird das gleiche Problem wieder auftauchen, weil die Problematik nicht behoben, sondern in die Zukunft verschoben worden ist.

Caro hat gesagt…

Ich finde, du hast einen guten Zusammenhang deiner nachhaltigen Berichte zu unserem Thema Frauen gefunden. Deiner Aussage, dass die Macht der Medien riesig ist, stimme ich absolut zu. Da kommt mir einen Satz des Pressechefs vom FCB in den Sinn. Dieser sagte einmal, dass es eine Zeitung schaffen würde, einen Spieler aus der Mannschaft zu bringen, in dem diese Zeitung alle Leser gegen ihn „aufhetzt“.
Manchmal denke ich, ist die Macht der Medien gefährlich und manchmal trifft sie uns schon gar nicht mehr, da die Medien oftmals übertreiben. Dass die Medien allerdings auch positive Macht ausüben können, in dem sie zum Beispiel auf die Lage in der dritten Welt aufmerksam machen, stimmt mich nachdenklich. Denn ich finde, dass dieser positive Einfluss zu wenig ausgeübt wird.