Mittwoch, 30. Mai 2007

Momente in der Natur

Diese Frage finde ich sehr ansprechend und einfach zu beantworten. Pfingsten ist für mich ein Wochenende das ich seit 13 Jahren immer draussen verbringe. Dass heisst, ich nehme seit 13 Jahren am Pfingstlager der Pfadi teil. Die Natur bedeutet mir sehr viel, da ich mehrere Tage / Wochen im Jahr im Zelt übernachte. Für mich sind das sehr wichtige Momente. Es stellt immer einen Bruch zum Alltag her. Zelte und Konstruktionen aufstellen, auf dem Feuer kochen, Sonnenschein, der Regen der aufs Zelt tropft, die Regenjacke und die Haut durchnässt, die Nässe, die Kälte, der andere Umgang mit Hygiene und der Dreck, mit dem man einfach leben muss, auf den Luxus des Alltags verzichten…
In diesen Zeiten wird mir immer bewusst, wie beschützt und überhygienisch wir leben. Grundsätzlich sind wir immer geschützt in geheizten oder klimatisierten Gebäuden. Während Lagern draussen merkt man dann, wie sich das Körpergefühl sehr stark verändert, und man kann sich richtig auf die wohltuende Dusche am Ende des Lagers freuen.
In diesem Jahr reichte mein Besuch im Pfingstlager leider das erste Mal nur für einen Abend. Doch auch schon diese kurze Zeit reichte für einige eindrückliche Erlebnisse.
Dabei denke ich an den traumhaften Sonnenuntergang mit Regen, Sonne und Regenbogen über der Rheinebene. Und das anschliessende Lagerfeuer, mit ca. 100 Kindern und Jugendlichen.

Und wieder Zuhause erinnert die nach Feuerrauch stinkende Regenjacke an die vergangene Zeit J.

Einen guten Bezug zu unserem Bloggthema kann ich leider wiederum nicht herstellen. Wenn ich an die Frauen und Mädchen denke, so kann ich nur sagen, dass wir in der Schweiz den Männern gleichgestellt sind in Naturerlebnissen. Dabei gibt es keine Unterschiede, auch wenn man bedenkt, dass die Pfadfinder und Pfadfinderinnen (wie auch die meisten anderen Jugendgruppen) in der Schweiz gemischt geführt werden. Es gibt auch nur noch (seit ca. 30 Jahren) einen Verband.Anders sieht dies in einigen anderen Ländern der Welt aus. Zu beobachten ist dies nur schon auf der Internationalen Verbandsebene des Pfadfindervereins. Dabei gibt es offiziell immer noch die World Organisation of Scout Movement (Männer) und die World Association of Girlscouts and Girl Guides (Mädchen). Wenn man die Diskussionen verfolgt, dann ist es für viele unvorstellbar, diese zwei Organisationen (die das gleiche Ziel haben) zu vereinigen.

Dienstag, 29. Mai 2007

Natur - Schutz oder Bedrohung?

Ich war am Samstag in Pfäffikon an einer Hochzeit. Der Aperitif fand am Seeufer des Zürichsees statt. Es windete stark und der See schlug zeitweise hohe Wellen. Die Stimmung die der See, der Wind und die vorhergehende sehr schöne Hochzeitsmesse mit sich brachten, war enorm. Es gab mir ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit, auch wenn es stürmte.


Dies ist bei mir oft der Fall, selten macht mir die Natur Angst, da ich noch nie ein wirklich krasses Naturerlebnis hatte und ich auch weiss, dass wir hier in der Schweiz von gefährlichen Naturkatastrophen meist verschont bleiben. Somit ist für mich die Natur - auch bei richtigem Regen irgendwie beruhigend – natürlich vor allem so lange ich mich im Trockenen befinde ;)


Ich habe deshalb eigentlich eine grosse Verbindung mit der Natur. Die Natur ist immer da, sagt nie etwas, sondern nimmt mich so auf, wie ich bin. Sie gibt mir schöne, entspannende, beschützte Momente der Ruhe, in denen ich auftanken kann und durch die ich neue Energie, neuen Mut und manchmal auch neue Hoffnung schöpfen kann. Die Verbindung mit der Natur ist mir dank diesen Momenten sehr wichtig.


Eine Verbindung zu unserem Gruppenblogthema „Frauen in der dritten Welt“ sehe ich in einem Gegensatz zu meinem Eintrag. Da es ja in ärmeren Ländern viel mehr Naturkatastrophen gibt beziehungsweise Naturereignisse viel schwerwiegendere Folgen haben als bei uns, hat die Bevölkerung dieser Länder bestimmt einen ganz anderen Bezug zur Natur. Ich denke, dass für die Frauen – und natürlich für die gesamte weitere Bevölkerung - solcher Länder die Natur bedrohlich ist, ein Feind ist, mit dem man sich wenn, dann nur negativ verbunden fühlt und die Angst auslöst.

Meine Beziehung zur Natur

Am Samstag ging ich eine Weile spazieren und setzte mich dann an den schönen Giessensee. Das Wetter war sehr wechselhaft und stürmisch, weshalb mir die Natur ganz unruhig vorkam. Trotzdem nahm ich bei mir ein Gefühl des Wohlbefindens wahr. Ich fühlte mich auf eine besondere Weise frei und getragen, ja auch geborgen. Die Natur hat gemacht, was sie wollte – egal, ob ich nun dasass oder nicht. Ich fühlte mich irgendwie aufgenommen, dazugehörig – nicht wie eine Fremde, die stört. Die Natur „lebte“ unbeirrt weiter, ging nach ihrem persönlichen Plan vor.

Es wurde mir auch bewusst, wie schön die Natur ist und welche Vielfalt sie uns bietet. Mir fiel auf, dass sich die Natur von verschiedensten Seiten zeigen kann. Je nachdem, wie die Sonneneinstrahlung (nicht) fällt, je nach Wind und Wetter (Niederschlag, Sonne, Wolken...), kann der gleiche Ort enorm verschieden erscheinen.

Ich finde es auch noch eindrücklich, dass wir wohl meistens von der Natur reden, ohne uns dazuzuzählen. Ich fühle mich zum Beispiel der Natur zugehörig, ich sehe mich als Teil der Natur – eigentlich. Und doch verkörpere ich sie nicht. Aber ist es nicht eigentlich so, dass der Mensch auch „Natur“ ist? Zwar werden an ihm Veränderungen vorgenommen wie Haarfärbungen, Haarschnitte, Kleider, Schönheitsoperationen... Aber an der Natur, wie wir sie verstehen, wird das auch gemacht: geholzt, kanalisiert, Biotope von Menschenhand erbaut...

Immer mehr hört man von Naturkatastrophen, welche jedoch meist nicht uns betreffen, sondern nicht selten Menschen in ärmeren Verhältnissen. Darunter befinden sich auch Frauen, was sich mit unserem Gruppenblogthema verbinden lässt. Ich kann mir vorstellen, dass vielleicht viele Frauen alleine mit ihren Kindern sind, während ihre Männer sich in der Armee oder ähnlichem um Aufräumarbeiten kümmern müssen. Wie geht es wohl diesen Frauen?

Freitag, 25. Mai 2007

Nachhaltige Entwicklung im Unterricht

Beim Lesen dieses Artikels kamen mir viele Ideen die man Umsetzen könnte. Es ist im Grunde genommen gar nicht so schwierig etwas zu machen und ich kann mir vorstellen, dass die Motivation bei den Kindern sehr hoch sein wir, da es oft Dinge sind, die nahe bei den Kindern sind, und Dinge, welche sie selber betrifft, oder sie im Fernsehen gesehen haben.

Mich hat bei diesem Artikel vor allem der Internationale Aspekt angesprochen. Ich habe mir die Möglichkeit eines Internationalen Austausches noch gar nie wirklich überlegt. Vor allem wenn man die momentane Bildungspolitik anschaut mit dem Früh-Englisch. Somit erweitern sich die Internationalen Möglichkeiten massiv.

Ein Projekt das mich faszinieren würde wäre die Abfallentsorgung. Ich denke wir in der Schweiz sind nicht schlecht in der Abfalltrennung und Abfallentsorgung. Doch trotzdem empfinde ich es wichtig, dass die Kinder sensibilisiert werden und diese Vorgänge kennen. Wie gesagt, ist es ein Thema das sehr nahe bei den Kindern ist, weil es sie zum einen betrifft, und sie zum anderen darin tätig werden können.
Wenn ich mir nun die Internationale Ebene dazu vorstelle, kommt mir England in den Sinn. Ich glaube ich habe in einem der ersten Bloggs über die Abfallpolitik in England geschrieben. Ich war schockiert, dass sie (sogar in einem Jugendzentrum) nichts dafür machen, und dies eigentlich nur, da es der Staat nicht unterstützt und es zu teuer wäre dies zu tun.
Nun ja, England ist leider zu weit entfernt, ich kann mir jedoch sehr gut vorstellen, dass man in wenigen Jahren die Thematik Abfallentsorgung mit einer 6 Klasse in M+U thematisieren und natürlich auch im Englisch thematisieren könnte. Die Kinder hätten dann sicherlich einen genügenden Wortschatz um einen Briefwechsel mit Kindern aus England zu starten. Durch diesen direkten Kontakt könnten die Kinder über die Problematik und Vorgehensweisen in ihren eigenen Ländern nachdenken.
Ein weiterer Effekt des Briefwechsels wäre auch, dass dies kein kurzfristiges Vorhaben wäre, denn dies würde einen grösseren Zeitrahmen in Anspruch nehmen.

Leider kann ich die Thematik in diesem Blogg nicht in einen spezifischen Bezug zu unserem Bloggthema bringen.

Mittwoch, 23. Mai 2007

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Der Artikel machte mir bewusst, dass ich mit relativ wenig Aufwand mit einer Klasse etwas zur nachhaltigen Entwicklung beitragen kann. Es wurde mir vor allen Dingen klar, dass sich fast alle Themen in irgendeiner Weise mit Bildung für nachhaltige Entwicklung verbinden lassen...

Ganz spannend von den Ideen her finde ich die mit den öffentlichen Präsentationen, zum Beispiel in Schaufenstern von Kaufhäusern. Wäre das nicht ein enormer Ansporn für Kinder, wenn sie wissen, dass zahlreiche Leute ihre Arbeit betrachten werden?

Was ich mir auch sehr gut vorstellen kann, ist die genaue Untersuchung des Schulhauses, wobei sich insbesondere das Thema Abfall anbietet. Wie soll man den Kindern beibringen, wie man sich verhalten soll, ohne dass die Schule beziehungsweise das Schulhaus selbst korrekt handelt?

Etwas sehr visionär finde ich die Idee, dass Schülerinnen und Schüler Kontakte pflegen zu Kindern aus anderen Ländern. Mit den neuen Medien dürfte die Kommunikation fast kein Problem sein – vorausgesetzt, es handelt sich um Kinder aus ebenfalls privilegierten Familien (Wie viele Kinder auf der Welt haben schon die Möglichkeit, das Internet zu benutzen?). Unser Gruppenblogthema Frauen liesse sich zum Beispiel im Kontakt mit Kindern aus fremden Ländern thematisieren: Was machen die Frauen bei euch? Welche Stellung steht ihnen zu? Es könnte ein (oder mehrere) direkter Vergleich hergestellt werden. Aber: Wie sollte die sprachliche Verständigung funktionieren?
Natürlich ist der Austausch wichtig, aber an Realbegegnungen zu denken, finde ich dann doch etwas utopisch. Wenn, dann müssten man bei einem solchen Austausch ja wirklich eine andere, fremde Kultur kennen lernen, ansonsten würde er doch nicht viel zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen, oder schon? Ich meine, die Österreicher, die Deutschen und die Französinnen sind uns bezüglich Lebensstil doch ziemlich ähnlich...

Der Artikel zeigt meiner Meinung nach zwar viele gute Visionen – im wahrsten Sinne – auf, die einen träumen lassen und mich persönlich in irgend einer Weise motivieren. Trotzdem haben die Ideen für meinen Geschmack zu wenig Bezug zur Realität.

Ideen für nachhaltiges Unterrichten

Otto Herz zählt verschiedene Möglichkeiten auf, wie Schulen nachhaltig unterrichten können. Als erstes beschreibt er den Fachunterricht. Er sagt, dass sich nicht jedes Thema für jedes Alter zu jedem Zeitpunkt eignet. Ich denke aber, dass in einer Jahrgangsklasse die Kinder so unterschiedliche Interessen haben und so unterschiedlich weit sind in ihrem Lernstand, dass viele Themen auf allen Stufen durchgeführt werden können. Es kommt darauf an wie das Thema umgesetzt und verpackt wird. Oft trauen wir kleinen Kindern komplexe Inhalte nicht zu. Ich denke aber, dass wir sie oft unterschätzen und dass auch junge Lernende komplexe Vorgänge vereinfacht verstehen können.

Öffentliche Präsentationen:

Eine weitere Idee von Otto Herz sind öffentliche Präsentationen. Mir gefiel die genannte Idee, dass mit dem Müll Skulpturen gebaut werden können. Es ist offensichtlich, dass die reale Ansicht dieser Müllskulptur hinsichtlich der Menge des Abfalls einen grossen Eindruck hinterlässt. Ich könnte mir gut vorstellen, so etwas mit einer Klasse um zu setzen. Ich denke auch, dass sich dieses Thema gut für eine Sonderwoche eignen würde.

Zu diesen Skulpturen kommt mir auch den Satz von Seite 59 in den Sinn: „Wir wollen die Gestaltung des schulischen Lebens, Lernens und Lehrens im Geiste der Agenda 21 nicht als Last, sondern als Lust verstehen, auch dort, wo damit, unvermeidbar, Anstrengungen verbunden sein werden.“ Die Abfallskulptur ist für mich ein perfektes Beispiel dafür.

Schulprogramme:

Otto Herz sagt in seinem Artikel, dass Organisationen wie Amnesty International mit den Schulen zusammenarbeiten sollen. Ich denke auch, dass das sehr sinnvoll ist.

In meiner Kantonsschule gab es auch eine Gruppe die für Amnesty International arbeitete. Die Ausstellungen die immer wieder in der Schule gemacht wurden, waren eindrücklich. Ich denke, dass die Schule der beste Ort für solche Projekte ist. Die Kinder werden die Erdbürger der nächsten Jahre sein.


Mein grösster Impuls aus dem Text:

Der grösste Impuls den ich aber für meinen Lehrberuf aus dem Text mitnehme, ist eindeutig die Aussage, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung nicht als Last, sondern als Lust empfunden werden soll.

Dienstag, 22. Mai 2007

wie kann nachhaltig unterrichtet werden?


Motivation durch öffentliche Präsentationen

Beim Lesen des Artikels von Otto Herz gefiel mir die Idee der öffentlichen Präsentationen am besten. Herz schlägt hier vor, dass die Kinder mit ihrem erarbeiteten Wissen und ihren angeeigneten Erkenntnissen „Aus-der-Schule-herausgehen“ und sie „In-die-Stadt-hinein-tragen“. Als Beispiele gibt er die Ausstattung vom Kaufhaus-Schaufenster oder Interviews in einer Einkaufsstrasse an. Ich denke, dass solche Aktionen – vor allem, wenn sie bereits bei der Einführung des Themas bekannt gegeben werden – extrem motivierend sind für die Kinder. Es gibt ein Ziel und zwar eines, dass bei Erreichung vielen Leuten präsentiert werden kann. Ich denke, es kann nebst der Präsentation durch Schaufenster oder durch Interviews auch eine Ausstellung oder ein Auftritt sein, der das Interesse der Menschen wecken, Informationen zur Nachhaltigkeit vermitteln und die Kinder motivieren kann.

Motivation durch Zusammenarbeit und fächerübergreifenden Unterricht

Nebst diesem Vorschlag der Präsentation von Ergebnissen gefiel mir auch die Idee der Zusammenarbeit im Schulhaus. Eine Zusammenarbeit mit anderen Klassen kann den fächerübergreifenden Unterricht unterstützen und gegenseitig bereichernd sein. Allerdings sehe ich hier einen sehr grossen Aufwand, da gute Kooperation notwendig ist und alle motiviert mitarbeiten müssen. Ausserdem muss, wenn der Vorschlag so umgesetzt wird, wie ihn Herz vorschlägt, nämlich mit gemeinsamen Versammlungen, auch eine gemeinsame Zeit gefunden wird, was in vielen Schulen durch fixe Stunden (Förderunterricht, Turnen, Musik, Schwimmen, …) sehr schwierig sein wird. Doch die Grundidee gefällt mir gut und ich denke, die Zusammenarbeit mit einer Parallelklasse kann hier bereits ein guter Anfang sein. Schliesslich geht es nicht nur um eine grosse Zusammenarbeit sondern auch um den fächerübergreifenden Unterricht, der bereits mit zwei Klassen einfacher zu gestalten ist als mit einer Klasse alleine. Denn: gemeinsam ist besser als einsam :)