Sonntag, 3. Juni 2007

Bring - Hol - Aktion

Wie erging es Ihnen bei der Auswahl der mitgebrachten Gegenstände?

Bei einigen Gegenständen fragten wir uns, ob sie überhaupt zumutbar und brauchbar sind. Bei anderen Gegenständen war es schwierig, sich von ihnen zu trennen, da sie noch brauchbar und teilweise von grosser Bedeutung aber trotzdem nicht mehr in Verwendung waren.

Nach welchen Kriterien wählten Sie Ihre Gegenstände aus?

- Brauche ich den Gegenstand wirklich nicht mehr?

- Was bedeutet mir der Gegenstand?

- Kann ich mich vom Gegenstand trennen?

- Ist es nicht peinlich, diesen Gegenstand mitzubringen?

- Kann ihn wohl jemand verwenden?

Nahmen Sie sie schweren, leichten Herzens mit? Warum?

Diejenigen Gegenstände, die wir schlussendlich auswählten, nahmen wir leichten Herzens mit, da es Gegenstände sind, an denen wir eigentlich nicht mehr hängen und bei denen wir uns eingestehen mussten, dass sie bei uns nur noch herumliegen.

Was löste es bei Ihnen aus, durch die Räume zu gehen und eine grosse Anzahl Gegenstände, die eigentlich Ihren Kolleginnen und Kollegen gehörten, zur freien Mitnahme vorzufinden?

Bei Kleidern, Schmuck und Taschen fragten wir uns, wie es wohl sein wird, diese Gegenstände von anderen Personen auf oder an uns zu tragen. Ist es nicht komisch, wenn die Gegenstände später erkannt werden?

Es kam ein wenig ein Brockenhaus-Gefühl auf - viel Ramsch und dazwischen aber auch erstaunlich gute / wertvolle / brauchbare Gegenstände.

Vielleicht sind nicht alle Ihre Gegenstände an eine andere Person weitergegangen. Was empfinden Sie dabei?

Wir haben Verständnis dafür, dass manche Gegenstände nicht mitgenommen wurden, da es schliesslich für uns wichtige Gegenstände waren, die für andere von keiner Bedeutung und die teilweise nicht mehr sehr zeitgemäss sind.

Habe ich mehr gebracht als genommen oder umgekehrt? Warum? (Es gibt für beides gute Gründe)

Es ist bei uns allen etwa ausgeglichen, im Durchschnitt wurde eher weniger mit nach Hause genommen als dass gebracht wurde. Der Grund dafür liegt unserer Meinung nach darin, dass wir uns immer wieder überlegt haben, ob wir diese Gegenstände überhaupt brauchen können. Schliesslich brachten sie andere Personen mit, da sie sie nicht mehr verwenden konnten.

Wie könnte eine solche „Bring-und-Hol-Aktion“ in Ihrer Schulpraxis umgesetzt werden?

Wir denken, es ist heikel, den Kindern diesen Auftrag zu geben ohne die Eltern darüber zu informieren, da sonst wahrscheinlich einige Kinder Gegenstände mitnehmen, die zu Hause noch Verwendung hätten. Auch besteht das Problem, dass einige Kinder nichts, andere sehr viel mitbringen.

Ausserdem ist es für Kinder schwieriger, sich zu entscheiden, was sie wirklich brauchen und was nicht.

Wir würden diese Aktion deshalb in der Schule eher nicht durchführen. Besser wäre wohl ein gut organisierter Flohmarkt.

1 Kommentar:

blueeyed hat gesagt…

"Liebe Caro"

Ich fände es erleichternd zu wissen, welches Gesicht zu diesen spannenden Gedanken gehört. Ob Sie einmal mit den anderen Bloggerin morgen zu mir kommen ?

Wenn Sie die Übertragung der Aktion in die Schule auf die Kinder beschränkt sehen, gebe ich Ihnen Recht.
Andererseits denke ich, könnte es auch ein guter Anlass sein, die Eltern einzubeziehen und Ihnen im kleinen Klassenrahmen die Bedeutung der nachhaltigen Zukunft ans Herz zu legen. Eine gute Gelegenheit finde ich die Eltern an der Verantwortung auf Erwachsenenebene zu beteiligen, selbstverantwortet und nicht nur als Begleiter der Kinder. Das wäre schon eine bedeutsame Elternarbeit.

Freundliche Grüsse
W.Braun