- Entstehung des Produkts (Weg des T-Shirts…)
http://suedwind-noewest.at/Faire%20Wochen%202005/workshops.pdf
Auf dieser Seite befindet sich ein Hinweis für folgenden Workshop
BAUMWOLL-MODE-WORKSHOP
"Der lange Weg meiner Jeans", Internationale Zusammenhänge und Hintergründe hautnah - die Geschichte unserer Kleidung wird methodisch vielfältig erfahrbar gemacht. Wir spinnen! Spinnt Ihr mit? Aus indischer Rohbaumwolle einen möglichst dünnen, langen und reißfesten Faden zu spinnen, erfordert einiges an Geschick! Aber das ist in diesem Workshop noch lange nicht alles: wir verfolgen den Weg der Baumwolle vom Anbau in Indien über die Verarbeitung in Asien und Mittelamerika zu den Modezentren Europas und schließlich auf die Altkleidermärkte in Ghana. Dazu gibt´s u.a. viele Informationen zu sozialen und ökologischen Aspekten des Baumwollanbaus sowie zur Herstellung von Kleidung und nicht zuletzt setzen wir uns mit dem eigenen Modebewusstsein auseinander. Altersstufen: 8 – 18 Jahre
http://www.suedwindagentur.at/start.asp?b=55
Wegweiser zum Bestellen folgender Broschüre
Made in Southern Africa
Eine Englischsprachige A4-Broschüre der Internationalen Clean Clothes Campaign zu den Arbeitsbedingungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie Südafrikas. 2002, 100 Seiten.
- Schuluniformen
http://www.baselland.ch/docs/parl-lk/protokolle/2007/p2007-02-15/11.htm
Kinder stehen unter Druck, da Eltern sich keine Markenkleider leisten können. In den Schulen herrschet das Motto „Wer die schönsten und besten (Marken-)Kleider vorzeigen kann, ist auch der oder die Beste.“ Gegen diese negative Grundeinstellung soll vorgegangen werden, indem Schuluniformen eingeführt werden. Es habe sich in anderen Ländern gezeigt, dass der Zusammenhalt unter den Schülerinnen und Schülern durch das Tragen von Einheitskleidern grösser geworden ist und dass sich dadurch die Lernenden wieder stärker auf das Lernen konzentrieren konnten.
Es wird vorgeschlagen, dass das Tragen einer Schuluniform erst ab einer bestimmten Klasse obligatorisch erklärt oder auch nach oben eine Grenze setzt. Gemäss Umfragen seien die Schülerinnen und Schüler mehrheitlich für eine solche Regelung.
„Der Regierungsrat wird deshalb beauftragt, die gesetzliche Grundlage zu schaffen und Einzelheiten sowie Ausnahmen in einer Verordnung zu regeln, um das Tragen von Schuluniformen im Kanton Basel-Landschaft einzuführen. Die Einführung von Schuluniformen ist auf den nächstmöglichen Termin vorzusehen.“
http://www.baselland.ch/docs/parl-lk/protokolle/2007/p2007-02-15/11.htm:
Bei der Seite handelt es sich um das Protokoll der Landratssitzung vom 15. Februar 2007 des Kantons Basel-Landschaft. Es geht dabei um den parlamentarischen Vorstoss, dass an den Baselbieter Schulen Schuluniformen eingeführt werden sollen (siehe vorheriger Link). Die Motion wurde vom Regierungsrat abgelehnt.
Die wichtigsten Gründe dafür sind
- es wird kein Mehrwert geschaffen und man beschäftigt sich mit einem Nichtproblem
- unverhältnismässige Kosten ohne Steigerung der Bildungsqualität
- die zum Teil freiwilligen Versuche in einzelnen Schulen in den Nachbarkantonen haben bisher nicht dazu geführt, dass Schuluniformen zu einem Erfolgsmodell wurden
Anschliessend werden im Protokoll Pro- und Kontra-Stimmen der verschiedenen Parteien festgehalten. So wird unter anderem erklärt, dass Schuluniformen in den angelsächsischen Ländern Tradition haben. Sie dienen allerdings nicht der Vereinheitlichung, sondern um die Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen deutlich zu machen. Zudem würde dem Druck, Markenkleider zu kaufen, nicht entgegengewirkt: schliesslich müssen die Kinder auch Kleider für die Zeit ausserhalb der Schule haben.
Eine andere Partei weist darauf hin, dass man sich nicht auf die Schuluniformen als Disziplinarmassnahme verlassen kann und darf.
Ein weiterer Grund, der dagegen spricht, ist die Finanzierung, welche nicht vom Staat übernommen werden kann.
Es wird auch die Frage gestellt, wie das Tragen der Uniformen gehandhabt werden soll. Da dies irgendwie kontrolliert werden müsste, wird eine „Vergeudung“ der Unterrichtszeit befürchtet. Weiter wird gesagt, dass es in den Schulen einen Haufen Probleme gäbe, die gelöst werden müssen – nicht mittels Uniformen.
Dafür sprechen der wachsende Gruppendruck unter den Kindern und Jugendlichen, Markenkleider zu tragen, und die Möglichkeit zur Verminderung von sozialer Ausgrenzung der Kinder. Die Schuluniformen müssten, wie die anderen Kleider auch, von den Eltern bezahlt werden. Allerdings seien die Preise dafür wegen der Massenproduktion erschwinglich. Es wird auch erwähnt, dass Uniformen sehr modern daher kommen können und dass Umfragen ergeben hätten, dass eine Abneigung jener, die sie tragen müssten, nicht vorhanden sei.
http://www.ignoranz.ch/item/schuluniformen-in-basel-fluch-oder-segen/all-comments/:
Die Page zeigt einen Artikel vom Oktober 2006, als in einem Pilotprojekt an einer Basler Sekundarschule neu entworfene Schuluniformen eingeführt wurden. Dabei kam heraus, dass die Jungen die neuen Kleider mehrheitlich „cool“ fanden, die Mädchen aber eher enttäuscht waren.
Zu Beginn des Artikels werden die Gründe für das Aufkommen der Diskussion um Schuluniformen genannt: soziale Ausgrenzung, finanzielle Aspekte (teure Markenkleider), Druck auf Mitschüler und Eltern (welcher zu familieninternen Konflikten führen kann).
Es wird die Frage angesprochen, ob die eben genannten Probleme durch die Schuluniformen tatsächlich gelöst würden oder ob sich dann das Phänomen (bezeichnet als „Statussymbol-Neurose der Kids“) nicht auf andere Gegenstände oder Lebensbereiche verlagere. Es wird der Schluss gezogen, dass Schuluniformen für einen Teil der Probleme einen Lösungsansatz darstellen könnten.
Es wird auch (wie bereits bei der weiter oben erwähnten Diskussion an der Landratssitzung) betont, dass Schuluniformen modisch designed sein können und „keine Unterbindung der Individualität darstellen [sollen], sondern eine Art Schutz sozial Benachteiligter“.
Der Artikel wird beendet mit dem Satz: „Deshalb sagen wir Schuluniform olee, gebt den Kids die Möglichkeit zurück, sich wieder durch ihre Persönlichkeit zu profilieren!“
Zum Artikel sind zudem haufenweise Kommentare aufgeführt.
- Kinderarbeit / Kinderrechte
http://www.praxis-umweltbildung.de/dwnl/kleidung/info_tirupur.pdf
Diese Seite geht der Frage „Was hat mein T-Shirt mit Kinderarbeit zu tun?“ nach. Folgendes wird dabei dokumentiert:
· Mehr als die Hälfte der von Indien nach Europa exportierten Bekleidung wird in der Textilstadt Tirupur produziert. Um möglichst billig produzieren zu können, werden die Kleider in Kleinbetrieben hergestellt. Dies führt dazu, dass nur schwer überprüfbar ist, unter welchen Bedingungen (Arbeitsplatz, Lohn, …) dort gearbeitet wird. Aufgrund der Zeit, die es gebrauchen würde, um alle diese Kleinbetriebe zu untersuchen, werden meist nur grössere Firmen unter die Lupe genommen.
· Meist wird in diesen Textilunternehmen so wenig Lohn ausbezahlt, dass die Kinder mitarbeiten müssen, damit die Familie ernährt werden kann. In Indien arbeiten rund 50 Millionen Kinder im Alter zwischen 5 und 14 Jahren in der Textil- oder Teppichindustrie. In Tirupur sind es Zehntausende von Kindern die nähen, sticken, färben und so weiter. Da nur grössere Firmen nach Arbeitsbedingungen untersucht werden, gehen kleinere Betriebe bei der Kinderarbeit kaum ein Risiko ein. Wird Kinderarbeit festgestellt, wird oft dank Bestechungen weggeschaut.
· Viele dieser Kinder werden die nie Möglichkeit erhalten, eine Schule zu besuchen und lesen und schreiben zu lernen.
http://www.evb.ch/p25000376.html
Diese Seite berichtet von einer Reportage des Kassensturzes über Kinderarbeit. Folgendes wird dabei berichtet:
· Das Kassensturz-Team belegte, dass für Charles Vögele SA und Jumbo–Markt AG Kinder hinter der Nähmaschine sitzen.
· Auch diese Seite behandelt berichtet über die Textilstadt Tirupur, wo Kinderarbeit stark verbreitet ist.
· Kassensturz sagt: Kinderarbeit ist ein Skandal. Wo Kinder Arbeiten müssen, verlieren sie ihr Recht auf Bildung. Ihre persönliche Entwicklung ist gefährdet. Wo Kinderarbeit herrscht, sind die Bedingungen meist für alle Beschäftigten schlecht: tiefe Löhne, lange Arbeitszeiten, etc.
· Ein Boykott der Firmen würde die Situation aber verschlimmern. Vögele und Jumbo müssen nun vielmehr Verantwortung übernehmen und bei den betreffenden Lieferanten direkt für bessere Arbeitsbedingungen sorgen. Erwerbslose Eltern müssen die Kinder am Arbeitsplatz ersetzen. Wo dies nicht möglich ist, muss sichergestellt werden, dass die Kinder neben der Arbeit wenigstens zur Schule gehen.
· Die Seite hat allerdings auch etwas Positives zu berichten: Zunehmend mehr Modehäuser beachten nämlich die Arbeitsbedingungen der Personen, die in Textilfirmen arbeiten.
- Armut / Reichtum
http://www.kinderohnerechte.ch/kor/web/themen-saab.php
Folgende Fragen werden auf dieser Internetseite thematisiert:
· Was ist Armut?
· Wer ist arm?
· Welches sind die minimalen Güter und Bedürfnisse, die ein Sozialhilfeempfänger sich leisten darf oder soll?
· Wie viel Luxus steht einem Armen zu?
Im Bezug auf Markenartikel wird im Artikel die Frage gestellt, ob sich Sozialhilfeempfänger Markenartikel leisten dürfen. Für viele Personen gehören Markenartikel zu den Luxusgütern, auf die gut verzichtet werden kann. Der Artikel sagt aber ganz klar aus, dass auch arme Menschen sich einen gewissen Luxus leisten dürfen, sei dies in Form von Zigaretten, Natel oder eben Markenkleidern. Dafür müssen sie ihr Geld bewusst einteilen in allen anderen Bereichen sparen.
Das Resultat einer Umfrage ergab allerdings, dass nur 5.8% der Schweizer einem Sozialhilfeempfänger Markenkleider zugestehen würde.
- Recycling
Auf dieser Internetseite wird die Arbeitsgemeinschaft Texaid vorgestellt. Sie bildet der Zusammenschluss aus sechs verschiedenen Hilfswerken.
· Nicht mehr gebrauchte Kleidung (zum Beispiel auch Markenkleidung) kann in die Sammeltonnen geworfen werden
· Die Kleider werden nach verschiedenen Kriterien sortiert
· Die Kleider werden in Afrika billig verkauft
· Nicht mehr brauchbare Kleider werden recycelt (Bettfedern, Wolltuch, Wolle zum reissen)
Ein weiteres Thema kann Werbung / Werbebranche / Vermarktung sein. Gute Informationen dazu findet man unter www.bernhardkeller.de.
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