Enorm, wie viele Menschen gearbeitet haben, ihre Ideen umsetzten, Neues erfanden, entwickelten und entdeckten, damit ich heute so leben kann, wie ich es tue.
Überhaupt haben wir unseren heutigen Lebensstandard – denjenigen, den die meisten Menschen hier in der Schweiz geniessen dürfen, nämlich einen hohen – wohl Tausenden von Menschen zu verdanken. Man denke da nur mal an den Strom, den wir heute als selbstverständlich betrachten und benützen, als gebe es ihn schon immer. Dabei ist irgendjemand einmal auf die Idee gekommen, etwas anderes als Kerzen zu benützen, um im Dunkeln Licht zu haben. Diese Idee wurde dann ständig weiterentwickelt, erneuert und verbessert. Wie viele Menschen daran beteiligt waren? Keine Ahnung, aber bestimmt einige. Und das Licht ist ja nur ein kleines Beispiel von vielen. Die Menschen vor uns haben für uns gearbeitet. Durch ihre Arbeit hat sich unser Lebensstandard erhöht.
Wenn ich an meine Urgrossmutter denke, dann wird mir bewusst, wie anders sie doch gelebt hat als wir heute! Zu ihrer Zeit (zumindest bis sie etwa 70 war) existierte das Wort „Computer“ höchstwahrscheinlich nicht. Könnte unser Leben ohne Computer funktionieren? Es sollte so sein. Früher tat es das ja auch. Und doch ist es für uns unvorstellbar, ohne ihn zu sein. Der Auftrag, den ich hier ausführe, könnte nicht erledigt werden.
Bezogen auf unser Gruppenblogthema fällt mir ein, dass ich ebenfalls nicht da stehen würde, wo ich jetzt bin. Ich wäre keine Studentin der PHR und würde schon gar nicht Lehrerin, hätten sich Frauen vor unserer Zeit nicht gewehrt und sich eingesetzt – für das Recht der Frau. Frauen haben gekämpft, damit sie auch ein Recht auf Bildung bekommen, abstimmen und Hochschulen besuchen dürfen. Sie haben es für sich, aber auch für uns getan.Ein Gleichgewicht herrscht noch nicht. Zwar sind wir Frauen in der Schweiz und in einigen Teilen der westlichen Welt den Männern sozusagen gleichgestellt. Es gibt aber auch nicht wenige Länder, in denen die Frauen weiterhin von den Männern unterdrückt sind und – provokativ ausgedrückt – als Gebär-, Putz- und Kochmaschinen missbraucht werden. Ich glaube, es läge nun an uns, etwas für diese Frauen zu tun...
Sonntag, 6. Mai 2007
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4 Kommentare:
Dein Eintrag hat mich dazu gebracht, über unseren heutigen, selbstverständlichen Konsum nachzudenken. So selbstverständlich wie wir Strom und Computer heutzutage benutzen, gebrauchen wir auch noch viele weitere Dinge, Techniken und Dienstleistungen, die früher unvorstellbar gewesen sind. Mein Grossvater (97) besitzt noch ein altes Telefon und staunt heute noch über die neuen Kommunikationsmöglichkeiten via SMS und Mails. Einfach kurz in den Bus oder Zug hüpfen, anstatt den Weg zu Fuss zu bewältigen – mein Grossvater kannte dies als Kind noch nicht. Auch die Produktenvielfalt in den Kaufhäuser und die heutigen finanziellen Möglichkeiten sind nicht zu vergleichen mit den früheren.
Unser Leben könnte sicher nicht mehr ohne Computer funktionieren. Auch wenn wir persönlich keinen Computer hätten, so gäbe es trotzdem noch viele Dinge, die wir heute nutzen, die nur dank den Computern funktionieren. Ich finde es irgenwie erschreckend, dass wir so von diesen Maschinen abhängig geworden sind.
Absolut spannend hast du geschildert, wie sich das Leben im Vergleich zu früher, verändert hat. Ich finde auch, dass die Entwicklungen in jüngster Zeit enorm sind. Unglaublich rasant entstehen neue Sachen, alles geht schneller, wir rasen vorwärts, in eine Zukunft der Erfindungen. Ich frage mich, wie es wohl weitergeht, wenn das Entwicklungstempo so weitergeht. Der Lebensstandart wird teilweise nicht unbedingt höher, mehrere Wege und Vernetzungen entstehen jedoch.
Auch das Leben der Frau hat sich gewandelt, positiv! Ich bin sehr froh darüber, dass die Frau einen anderen, besseren Stellenwert in der Gesellschaft bekommen hat und nun viele Rechte hat.
P.Ackermann
Es lebe die Emanzipation!!!!:) Nein, aber ernsthaft. Ich rege mich ja manchmal grauenhaft auf, dass viele Frauen in der Schweiz für ein und dieselbe Arbeit weniger verdienen als Männer. Und dennoch, eigentlich haben es wir Frauen in der Schweiz sehr gut, verglichen mit anderen Ländern. Dort sind die Verhältnisse zum Teil wirklich katastrophal...Es ist an der Zeit, dies zu ändern! Auf die Frauen, würde ich sagen!!!:)
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