Freitag, 4. Mai 2007

Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel

Ich bin zwar gegen Kinderarbeit und gegen unterbezahlte Arbeit, leider achte ich aber trotz dieser Einstellung zu wenig auf die Herkunft der von mir konsumierten Sachen. Doch vielfach wüsste ich auch nicht, woher ich die Information erhalten könnte, wie und wo die Produkte entstanden sind. Vielfach sind die Produkte viel zu wenig klar deklariert, als das wir die Hintergründe überhaupt erfahren könnten.



Im Gegenzug dazu kämen wir viel einfacher zu Informationen über öffentliche Dienstleistungen. Man könnte relativ einfach erfahren, wer die von uns genutzten Dienstleistungen anbietet bzw. wer dafür was arbeiten muss, da dies meist offensichtlich ist. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass sich darüber auch kaum jemand Gedanken macht. Ich habe heute zum Beispiel selbst festgestellt, dass ich die öffentlichen Verkehrsmittel völlig selbstverständlich benutze, ohne jeglichen Gedanken an den Anbieter bzw. diejenigen Menschen, die mir die Fahrt ermöglichen. Wenn man es sich genauer überlegt, sind jeweils sehr viele Personen daran beteiligt, wenn ich eine Zugfahrt unternehme. So braucht es einen Zugführer und einen Kondukteur. Allerdings sind auch Leute notwendig, die die Zugfahrten koordinieren, die Gleise instand halten, die Züge immer wieder reinigen und so weiter. Diese Überlegungen haben mich ein wenig erschreckt. Es ist wohl niemandem bewusst, wie viele Leute bzw. Dienstleistungen er oder sie beansprucht für etwas, was uns kaum einen Gedanke wert ist.



Ich denke das gilt auch für unser Gruppenblogthema. Vielen von uns ist es sicher nicht bewusst, wie viele Frauen aus der Dritten Welt für uns arbeiten.

5 Kommentare:

Andreas Hobi hat gesagt…

Es ist schon erstaunlich, wieviele Leistungen wir in Anspruch nehmen ohne uns Gedanken darüber zu machen, was dahinter steckt.

http://andreashobi.blogspot.com/2007/05/wer-sorgt-fr-sichere-zge.html

Martina hat gesagt…

Ich habe mir auch noch nie Gedanken darüber gemacht, wer alles daran beteiligt ist, wenn wir Zugfahren. Meiner Meinung nach ist an diesem Beispiel wieder ersichtlich, dass ein Mensch kaum überleben könnte. Wir brauchen unsere Mitmenschen und Umwelt und müssen uns um diese kümmern.

ChoL hat gesagt…

Kurz zu den Dienstleistungen. Klar, viele arbeiten, damit die Verkehrswege funktionieren und wir mobil sind. Aber wo ist das nicht so. Ich finde das ehrlich gesagt nicht so erschrekend, da ich ebenso ein Teil dieses Ganzen bin. Ich erögliche Arbeit indem ich Konsument bin. Ich ermögliche Entwicklung, indem ich mich fortbilde, ich ermögliche Zukunft, indem ich bald lehre. Unsere eigene Leistung wird von uns selbst häufig übersehen, weil wir nicht darüber staunen , was wir selbst dazu beitragen (ob wir wollen oder nicht) dass dise Gesellschaft funktioniert.
Christof Hohl

Pascale Jürgens hat gesagt…

Auch ich finde, dass wir uns viel zu wenig Gedanken darüber machen, woher die Dinge kommen, die wir konsumieren, uns anschaffen, kaufen, anziehen. Deklariert ist zwar heute meiner Meinung nach alles recht gut. Nur müsste man jeweils auch wissen, was die verschiedenen Labels bedeuten. Ich merke, dass ich durch dieses Modul vermehrt darauf achte. Trotzdem entscheide ich mich beim Kauf jeweils für die billigste Variante, weil mein Geldbeutel noch nichts anderes zulässt. Trotzdem bin ich eigentlich der Ansicht, man sollte sich überlegen, wofür man sein Geld ausgibt: Ob einem die Marke wichtiger ist oder die Arbeit und die schlechte Bezahlung, die dahinter steckt...

Pascale Jürgens, LGC 04

rahel hat gesagt…

Ich habe mir den Anteil der Beteiligten auch noch nie so vor Augen geführt, jedoch finde ich dies auch nicht so erschreckend. Ich stelle im Beispiel der Zugfahrt ein Teil des Systems dar. Wobei ich einen sehr wichtigen Teil bin. Den ohne mich als Kunden würde das gar nicht funktionieren. Weiter denke ich auch, dass dieses Beispiel eher positiv zu werten ist. Nur schon wenn man bedenkt, welches Arbeitsangebot dies schafft. Und da ich in System der Zugfahrt keine wirklich benachteiligten Personen entdecken kann, denke ich können wir mit sehr gutem Gewissen weiter zugfahren :-)