Dienstag, 29. Mai 2007

Natur - Schutz oder Bedrohung?

Ich war am Samstag in Pfäffikon an einer Hochzeit. Der Aperitif fand am Seeufer des Zürichsees statt. Es windete stark und der See schlug zeitweise hohe Wellen. Die Stimmung die der See, der Wind und die vorhergehende sehr schöne Hochzeitsmesse mit sich brachten, war enorm. Es gab mir ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit, auch wenn es stürmte.


Dies ist bei mir oft der Fall, selten macht mir die Natur Angst, da ich noch nie ein wirklich krasses Naturerlebnis hatte und ich auch weiss, dass wir hier in der Schweiz von gefährlichen Naturkatastrophen meist verschont bleiben. Somit ist für mich die Natur - auch bei richtigem Regen irgendwie beruhigend – natürlich vor allem so lange ich mich im Trockenen befinde ;)


Ich habe deshalb eigentlich eine grosse Verbindung mit der Natur. Die Natur ist immer da, sagt nie etwas, sondern nimmt mich so auf, wie ich bin. Sie gibt mir schöne, entspannende, beschützte Momente der Ruhe, in denen ich auftanken kann und durch die ich neue Energie, neuen Mut und manchmal auch neue Hoffnung schöpfen kann. Die Verbindung mit der Natur ist mir dank diesen Momenten sehr wichtig.


Eine Verbindung zu unserem Gruppenblogthema „Frauen in der dritten Welt“ sehe ich in einem Gegensatz zu meinem Eintrag. Da es ja in ärmeren Ländern viel mehr Naturkatastrophen gibt beziehungsweise Naturereignisse viel schwerwiegendere Folgen haben als bei uns, hat die Bevölkerung dieser Länder bestimmt einen ganz anderen Bezug zur Natur. Ich denke, dass für die Frauen – und natürlich für die gesamte weitere Bevölkerung - solcher Länder die Natur bedrohlich ist, ein Feind ist, mit dem man sich wenn, dann nur negativ verbunden fühlt und die Angst auslöst.

3 Kommentare:

Pascale Jürgens hat gesagt…

Mir geht es auch so, dass die Natur mir keine Angst macht – und genau das finde ich sehr spannend. Immer wieder frage ich mich: Warum gibt es bei uns keine schwerwiegenden bis überhaupt keine Naturkatastrophen? In meinem Wohnort gab es seit Ewigkeiten nicht mal eine kleine Überschwemmung. Wir sind da wirklich in einer sehr glücklichen Lage! In dieser Hinsicht finde ich auch deinen Bezug zum Gruppenblogthema sehr spannend, nämlich wie sich die Beziehung zur Natur dadurch verändern kann. Für die meisten von uns ist der Gedanke an Natur positiv besetzt – aber wie ist es mit den Menschen, die in Gegenden mit (vielen) Naturkatastrophen leben?

Pascale Jürgens, LGC 04

nadine hat gesagt…

ich denke nicht, dass alle menschen bzw. frauen einen hass oder nur negative gefühle entwickeln, wenn sie in einer gegend wohnen, wo es viele naturkatastrophen gibt.
zum einen haben sie wahrscheinlich eine ganz andere beziehung zur natur (denn wieviele menschen in unserer nähe nehmen tagtäglich die natur über mehrere stunden bewusst wahr) und zum anderen haben sie gelernt auf solche katastrophen zu reagieren (für uns ist das eigene haus so wichtig, dass wir fast nichts mehr sind, wenn wir es durch eine katastrophe verieren, aber anderen geht es nur darum, jeden tag genug essen und trinken zu haben). vielleicht ist ehrfurcht vor der natur für diese menschen ein passendes wort, ich weiss es nicht.
aber eins denke ich, ist sehr wichtig zu berücksichtigen, nämlich wie stark die bindung zur natur ist und dann muss einem bewusst sein, dass viele menschen unsere schöne natur kaum noch wahrnehmen, weil die gesellschaft auf andere luxusgüter mehr wert legt.

rahel hat gesagt…

Ich stimme dir in deinem Bezug zum Bloggthema nicht ganz zu. Du siehst hier nur die negative Seite der Natur. Ich denke aber, im Gegensatz zu uns in der westlichen Welt haben sie auch viel mehr mit der Natur zu tun. Wie ich in meinem Blogg schon erwähnt habe, leben wir sehr star immer nur in geschlossenen Räumen. Ich denke aber Frauen und Menschen in der Dritten Welt wissen viel besser, wie sie mit der Umwelt umgehen müssen und was ihnen die Natur bieten kann

Rahel Zeller LGC04