Diese Frage finde ich sehr ansprechend und einfach zu beantworten. Pfingsten ist für mich ein Wochenende das ich seit 13 Jahren immer draussen verbringe. Dass heisst, ich nehme seit 13 Jahren am Pfingstlager der Pfadi teil. Die Natur bedeutet mir sehr viel, da ich mehrere Tage / Wochen im Jahr im Zelt übernachte. Für mich sind das sehr wichtige Momente. Es stellt immer einen Bruch zum Alltag her. Zelte und Konstruktionen aufstellen, auf dem Feuer kochen, Sonnenschein, der Regen der aufs Zelt tropft, die Regenjacke und die Haut durchnässt, die Nässe, die Kälte, der andere Umgang mit Hygiene und der Dreck, mit dem man einfach leben muss, auf den Luxus des Alltags verzichten…
In diesen Zeiten wird mir immer bewusst, wie beschützt und überhygienisch wir leben. Grundsätzlich sind wir immer geschützt in geheizten oder klimatisierten Gebäuden. Während Lagern draussen merkt man dann, wie sich das Körpergefühl sehr stark verändert, und man kann sich richtig auf die wohltuende Dusche am Ende des Lagers freuen.
In diesem Jahr reichte mein Besuch im Pfingstlager leider das erste Mal nur für einen Abend. Doch auch schon diese kurze Zeit reichte für einige eindrückliche Erlebnisse.
Dabei denke ich an den traumhaften Sonnenuntergang mit Regen, Sonne und Regenbogen über der Rheinebene. Und das anschliessende Lagerfeuer, mit ca. 100 Kindern und Jugendlichen.
Und wieder Zuhause erinnert die nach Feuerrauch stinkende Regenjacke an die vergangene Zeit J.
Einen guten Bezug zu unserem Bloggthema kann ich leider wiederum nicht herstellen. Wenn ich an die Frauen und Mädchen denke, so kann ich nur sagen, dass wir in der Schweiz den Männern gleichgestellt sind in Naturerlebnissen. Dabei gibt es keine Unterschiede, auch wenn man bedenkt, dass die Pfadfinder und Pfadfinderinnen (wie auch die meisten anderen Jugendgruppen) in der Schweiz gemischt geführt werden. Es gibt auch nur noch (seit ca. 30 Jahren) einen Verband.Anders sieht dies in einigen anderen Ländern der Welt aus. Zu beobachten ist dies nur schon auf der Internationalen Verbandsebene des Pfadfindervereins. Dabei gibt es offiziell immer noch die World Organisation of Scout Movement (Männer) und die World Association of Girlscouts and Girl Guides (Mädchen). Wenn man die Diskussionen verfolgt, dann ist es für viele unvorstellbar, diese zwei Organisationen (die das gleiche Ziel haben) zu vereinigen.
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1 Kommentar:
Deine Bemerkung zu den Pfadfinderorganisationen in anderen Ländern finde ich noch interessant. Ich frage mich, weshalb Frauen und Männer eine getrennte Organisation haben. Organisieren die Pfadfinder im Ausland geschlechtergetrennte Lager? Ist es denn so, dass die Knaben in einem solchen Lager völlig andere Interessen haben, als die Mädchen?
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