Am Samstag ging ich eine Weile spazieren und setzte mich dann an den schönen Giessensee. Das Wetter war sehr wechselhaft und stürmisch, weshalb mir die Natur ganz unruhig vorkam. Trotzdem nahm ich bei mir ein Gefühl des Wohlbefindens wahr. Ich fühlte mich auf eine besondere Weise frei und getragen, ja auch geborgen. Die Natur hat gemacht, was sie wollte – egal, ob ich nun dasass oder nicht. Ich fühlte mich irgendwie aufgenommen, dazugehörig – nicht wie eine Fremde, die stört. Die Natur „lebte“ unbeirrt weiter, ging nach ihrem persönlichen Plan vor.
Es wurde mir auch bewusst, wie schön die Natur ist und welche Vielfalt sie uns bietet. Mir fiel auf, dass sich die Natur von verschiedensten Seiten zeigen kann. Je nachdem, wie die Sonneneinstrahlung (nicht) fällt, je nach Wind und Wetter (Niederschlag, Sonne, Wolken...), kann der gleiche Ort enorm verschieden erscheinen.
Ich finde es auch noch eindrücklich, dass wir wohl meistens von der Natur reden, ohne uns dazuzuzählen. Ich fühle mich zum Beispiel der Natur zugehörig, ich sehe mich als Teil der Natur – eigentlich. Und doch verkörpere ich sie nicht. Aber ist es nicht eigentlich so, dass der Mensch auch „Natur“ ist? Zwar werden an ihm Veränderungen vorgenommen wie Haarfärbungen, Haarschnitte, Kleider, Schönheitsoperationen... Aber an der Natur, wie wir sie verstehen, wird das auch gemacht: geholzt, kanalisiert, Biotope von Menschenhand erbaut...
Immer mehr hört man von Naturkatastrophen, welche jedoch meist nicht uns betreffen, sondern nicht selten Menschen in ärmeren Verhältnissen. Darunter befinden sich auch Frauen, was sich mit unserem Gruppenblogthema verbinden lässt. Ich kann mir vorstellen, dass vielleicht viele Frauen alleine mit ihren Kindern sind, während ihre Männer sich in der Armee oder ähnlichem um Aufräumarbeiten kümmern müssen. Wie geht es wohl diesen Frauen?
3 Kommentare:
Ich finde deine Überlegungen, ob wir der Natur zugehörig sind oder nicht sehr interessant. Da wir die Natur brauchen und sie nutzen (nutzen müssen), denke ich, dass wir bestimmt einen Teil der Natur sind. Allerdings finde ich, dass wir uns auch dementsprechend verhalten müssten. Wenn wir einen Teil der Natur sind und da wir die Natur brauchen, bin ich der Meinung, dass wir ihr grössere Sorgen tragen und uns bewusst mit ihr auseinandersetzen – oder wie du sagst verkörpern – müssten.
Auch ich finde, dass wir uns nicht so verhalten, wie wir ein Teil von der Natur wären. Denn wenn jeder, der von sich behauptet ein Teil von der Natu zu sein auch so handeln würde, dann ginge es der Natur bedeutend besser. Man würde im Wald oder im Gebirge keine Abfälle finden, man würde das Auto weniger brauchen usw.
Wenn man ein Teil der Natur wäre, würde man sich jo so selber zu Grunde gehen lassen...
Ich habe mir beim lesen deines Blogs einige Gedanken über die Veränderungen der Natur gemacht. Tatsächlich passen wir frech unsere Umgebung und auch unser Körper unseren Schönheitsidealen (oder denen der Gesellschaft an). Die Natur schenkt uns vieles und im Normalfall ist es schön so wie es ist. Es ist schade, dass wir so schnell unzufrieden sind und überall etwas ändern wollen.
Spannend finde ich auch die Aussage, dass wir uns oft gar nicht bewusst zu der Natur zählen- Wieso ist das wohl so?
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