Mittwoch, 23. Mai 2007

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Der Artikel machte mir bewusst, dass ich mit relativ wenig Aufwand mit einer Klasse etwas zur nachhaltigen Entwicklung beitragen kann. Es wurde mir vor allen Dingen klar, dass sich fast alle Themen in irgendeiner Weise mit Bildung für nachhaltige Entwicklung verbinden lassen...

Ganz spannend von den Ideen her finde ich die mit den öffentlichen Präsentationen, zum Beispiel in Schaufenstern von Kaufhäusern. Wäre das nicht ein enormer Ansporn für Kinder, wenn sie wissen, dass zahlreiche Leute ihre Arbeit betrachten werden?

Was ich mir auch sehr gut vorstellen kann, ist die genaue Untersuchung des Schulhauses, wobei sich insbesondere das Thema Abfall anbietet. Wie soll man den Kindern beibringen, wie man sich verhalten soll, ohne dass die Schule beziehungsweise das Schulhaus selbst korrekt handelt?

Etwas sehr visionär finde ich die Idee, dass Schülerinnen und Schüler Kontakte pflegen zu Kindern aus anderen Ländern. Mit den neuen Medien dürfte die Kommunikation fast kein Problem sein – vorausgesetzt, es handelt sich um Kinder aus ebenfalls privilegierten Familien (Wie viele Kinder auf der Welt haben schon die Möglichkeit, das Internet zu benutzen?). Unser Gruppenblogthema Frauen liesse sich zum Beispiel im Kontakt mit Kindern aus fremden Ländern thematisieren: Was machen die Frauen bei euch? Welche Stellung steht ihnen zu? Es könnte ein (oder mehrere) direkter Vergleich hergestellt werden. Aber: Wie sollte die sprachliche Verständigung funktionieren?
Natürlich ist der Austausch wichtig, aber an Realbegegnungen zu denken, finde ich dann doch etwas utopisch. Wenn, dann müssten man bei einem solchen Austausch ja wirklich eine andere, fremde Kultur kennen lernen, ansonsten würde er doch nicht viel zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen, oder schon? Ich meine, die Österreicher, die Deutschen und die Französinnen sind uns bezüglich Lebensstil doch ziemlich ähnlich...

Der Artikel zeigt meiner Meinung nach zwar viele gute Visionen – im wahrsten Sinne – auf, die einen träumen lassen und mich persönlich in irgend einer Weise motivieren. Trotzdem haben die Ideen für meinen Geschmack zu wenig Bezug zur Realität.

4 Kommentare:

Rainer hat gesagt…

Hallo Pascale, genau das ist so genial an der Sache. Mit eigentlich kleinem Aufwand kann man schon sehr schöne und eindrucksvolle Beispiele den Kindern aufzeigen.
Ich habe bereits einmal davon gehört, dass Deutsche Schulen mit Schulen vom schwarzen Kontinent Briefkontakt hielten. Also ich denke es muss nicht immer das Internet sein. Wenn das interesse von einer Lehrperson gross ist, könnte man eventuell über die Botschaften zu einem solchen Kontakt kommen, aber hier bin ich mir nicht sicher. Aber spannend wäre es allemal.

Dandi hat gesagt…

"Der Artikel machte mir bewusst, dass ich mit relativ wenig Aufwand mit einer Klasse etwas zur nachhaltigen Entwicklung beitragen kann. Es wurde mir vor allen Dingen klar, dass sich fast alle Themen in irgendeiner Weise mit Bildung für nachhaltige Entwicklung verbinden lassen..."

Genau dies ist mir auch während des Lesens dieses Textes aufgefallen. Ich habe immer gemeint, dass man solche Themen erst in der Mittelstufe ansprechen kann und nur in beschränktem Rahmen. Ich war sehr erstaunt über die Vielfältigkeit der Agenda 21 Themen und die unterschiedlichsten Umsetzungsmöglichkeiten....
Projekte mit der eigenen Klasse, Projekte des Schulhauses, in die Öffentlichkeit gehen, Präsentationen, Briefkontakte,... Es liesse sich so vieles machen, man muss es nur wagen.
- Die Kinder sind unsere Zukunft.

D.Hobi LGD

Tatj hat gesagt…

Deinen Einwand mit dem Austausch der verschiedenen Völker dieser Erde finde ich berechtigt. Es stimmt tatsächlich, dass viele Kinder gar kein Internet zur Verfügung haben.
Auch ich finde diese Idee schwer umsetzbar. Natürlich können Briefe geschrieben werden, doch ob es das wirklich bringt? Eine direkte Begegnung wäre viel wirkungsvoller, ist jedoch wie du gesagt hast, sehr utopisch.
Tatjana Bänziger

rahel hat gesagt…

Hallo Pascale
Ich habe in meinem Blogg ein sehr ähnliches Thema aufgezeigt. Der Austausch mit anderen Kulturen finde ich äussert interessant und faszinierend.
Das erste Problem der Priviligierten Kindern wäre einfach mit Briefen zu lösen! Da hat man nur noch das Problem dass sie eine Schulbildung haben müssen.
Du hast weiter in deinem Artikel angesprochen, dass man ja weiterentfernte Kulturen besser und sinnvoller wären. Diese Ansicht teile ich nicht ganz. Natürlich wäre es umso interessanter, jedoch sind und die Deutschen, östereicher und vorallem die Franzosen nicht in allem ähnlich. Ich denke da an ganz verschiedene Bereiche des Erlebens wie zum Beispiel das Schulsystem, oder Freizeit, oder eben die Umweltprobleme. Und ein wichtiger Effekt der sich ergeben würde, wäre nur schon die Tatsache, dass man sich auf eine andere Sprache mit einer anderen Kultur auseinandersetzt.