Mittwoch, 30. Mai 2007

Ein Waldspaziergang

Schon vor Pfingsten beschloss ich am freien Montag etwas in der Natur zu unternehmen. Natürlich regnete es wieder einmal und meine Pläne fielen ins Wasser.
Ganz spontan entschloss ich mich dann doch noch einen Spaziergang zu machen. Ich ging in den Wald und verbrachte schlussendlich fast zwei Stunden im Freien. Zwar regnete es, doch dies machte mir nichts aus, denn die Bäume hielten den Regen ein wenig auf.

An diesem Regentag wurde mir wieder einmal bewusst, wie schön die Natur ist. Durch die Nässe roch es ganz intensiv nach Wald. Der Boden war übersäht mit Bärlauchblättern, die auch ihren ganz eigenen Duft absondern.

Als ich einmal stehen blieb, hörte ich die vielen Waldgeräusche: das Rauschen des Regens, den Wind, Vögel, ein Bächlein, Knacken usw. Alles zusammen ergab ein beruhigendes Geräusch.

Auch die Farben im Wald sind bei Regen intensiver als bei schönem Wetter. Das grün der nassen Laubbäume war richtig leuchtend.

Ich genoss die Stille und Ruhe des Waldes. Trotz des schlechten Wetters war die Natur ein Ort für mich, wo ich mich entspannen und ausruhen konnte. Die frische Luft tat mir richtig gut. So konnte ich mich nach dem Spaziergang wieder mit neuem Elan an meinen Computer setzten und weiter arbeiten.

Die Natur ist für mich ein Ort wo man allein sein kann und trotzdem alle Sinne angeregt werden. Draussen kann man sich sehr gut bewegen und sieht dabei noch wunderschöne Pflanzen, Tiere und Landschaften. Wenn man danach wieder nach Hause kommt, ist der Körper von der frischen Luft müde und zufrieden.

Momente in der Natur

Diese Frage finde ich sehr ansprechend und einfach zu beantworten. Pfingsten ist für mich ein Wochenende das ich seit 13 Jahren immer draussen verbringe. Dass heisst, ich nehme seit 13 Jahren am Pfingstlager der Pfadi teil. Die Natur bedeutet mir sehr viel, da ich mehrere Tage / Wochen im Jahr im Zelt übernachte. Für mich sind das sehr wichtige Momente. Es stellt immer einen Bruch zum Alltag her. Zelte und Konstruktionen aufstellen, auf dem Feuer kochen, Sonnenschein, der Regen der aufs Zelt tropft, die Regenjacke und die Haut durchnässt, die Nässe, die Kälte, der andere Umgang mit Hygiene und der Dreck, mit dem man einfach leben muss, auf den Luxus des Alltags verzichten…
In diesen Zeiten wird mir immer bewusst, wie beschützt und überhygienisch wir leben. Grundsätzlich sind wir immer geschützt in geheizten oder klimatisierten Gebäuden. Während Lagern draussen merkt man dann, wie sich das Körpergefühl sehr stark verändert, und man kann sich richtig auf die wohltuende Dusche am Ende des Lagers freuen.
In diesem Jahr reichte mein Besuch im Pfingstlager leider das erste Mal nur für einen Abend. Doch auch schon diese kurze Zeit reichte für einige eindrückliche Erlebnisse.
Dabei denke ich an den traumhaften Sonnenuntergang mit Regen, Sonne und Regenbogen über der Rheinebene. Und das anschliessende Lagerfeuer, mit ca. 100 Kindern und Jugendlichen.

Und wieder Zuhause erinnert die nach Feuerrauch stinkende Regenjacke an die vergangene Zeit J.

Einen guten Bezug zu unserem Bloggthema kann ich leider wiederum nicht herstellen. Wenn ich an die Frauen und Mädchen denke, so kann ich nur sagen, dass wir in der Schweiz den Männern gleichgestellt sind in Naturerlebnissen. Dabei gibt es keine Unterschiede, auch wenn man bedenkt, dass die Pfadfinder und Pfadfinderinnen (wie auch die meisten anderen Jugendgruppen) in der Schweiz gemischt geführt werden. Es gibt auch nur noch (seit ca. 30 Jahren) einen Verband.Anders sieht dies in einigen anderen Ländern der Welt aus. Zu beobachten ist dies nur schon auf der Internationalen Verbandsebene des Pfadfindervereins. Dabei gibt es offiziell immer noch die World Organisation of Scout Movement (Männer) und die World Association of Girlscouts and Girl Guides (Mädchen). Wenn man die Diskussionen verfolgt, dann ist es für viele unvorstellbar, diese zwei Organisationen (die das gleiche Ziel haben) zu vereinigen.

Dienstag, 29. Mai 2007

Natur - Schutz oder Bedrohung?

Ich war am Samstag in Pfäffikon an einer Hochzeit. Der Aperitif fand am Seeufer des Zürichsees statt. Es windete stark und der See schlug zeitweise hohe Wellen. Die Stimmung die der See, der Wind und die vorhergehende sehr schöne Hochzeitsmesse mit sich brachten, war enorm. Es gab mir ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit, auch wenn es stürmte.


Dies ist bei mir oft der Fall, selten macht mir die Natur Angst, da ich noch nie ein wirklich krasses Naturerlebnis hatte und ich auch weiss, dass wir hier in der Schweiz von gefährlichen Naturkatastrophen meist verschont bleiben. Somit ist für mich die Natur - auch bei richtigem Regen irgendwie beruhigend – natürlich vor allem so lange ich mich im Trockenen befinde ;)


Ich habe deshalb eigentlich eine grosse Verbindung mit der Natur. Die Natur ist immer da, sagt nie etwas, sondern nimmt mich so auf, wie ich bin. Sie gibt mir schöne, entspannende, beschützte Momente der Ruhe, in denen ich auftanken kann und durch die ich neue Energie, neuen Mut und manchmal auch neue Hoffnung schöpfen kann. Die Verbindung mit der Natur ist mir dank diesen Momenten sehr wichtig.


Eine Verbindung zu unserem Gruppenblogthema „Frauen in der dritten Welt“ sehe ich in einem Gegensatz zu meinem Eintrag. Da es ja in ärmeren Ländern viel mehr Naturkatastrophen gibt beziehungsweise Naturereignisse viel schwerwiegendere Folgen haben als bei uns, hat die Bevölkerung dieser Länder bestimmt einen ganz anderen Bezug zur Natur. Ich denke, dass für die Frauen – und natürlich für die gesamte weitere Bevölkerung - solcher Länder die Natur bedrohlich ist, ein Feind ist, mit dem man sich wenn, dann nur negativ verbunden fühlt und die Angst auslöst.

Meine Beziehung zur Natur

Am Samstag ging ich eine Weile spazieren und setzte mich dann an den schönen Giessensee. Das Wetter war sehr wechselhaft und stürmisch, weshalb mir die Natur ganz unruhig vorkam. Trotzdem nahm ich bei mir ein Gefühl des Wohlbefindens wahr. Ich fühlte mich auf eine besondere Weise frei und getragen, ja auch geborgen. Die Natur hat gemacht, was sie wollte – egal, ob ich nun dasass oder nicht. Ich fühlte mich irgendwie aufgenommen, dazugehörig – nicht wie eine Fremde, die stört. Die Natur „lebte“ unbeirrt weiter, ging nach ihrem persönlichen Plan vor.

Es wurde mir auch bewusst, wie schön die Natur ist und welche Vielfalt sie uns bietet. Mir fiel auf, dass sich die Natur von verschiedensten Seiten zeigen kann. Je nachdem, wie die Sonneneinstrahlung (nicht) fällt, je nach Wind und Wetter (Niederschlag, Sonne, Wolken...), kann der gleiche Ort enorm verschieden erscheinen.

Ich finde es auch noch eindrücklich, dass wir wohl meistens von der Natur reden, ohne uns dazuzuzählen. Ich fühle mich zum Beispiel der Natur zugehörig, ich sehe mich als Teil der Natur – eigentlich. Und doch verkörpere ich sie nicht. Aber ist es nicht eigentlich so, dass der Mensch auch „Natur“ ist? Zwar werden an ihm Veränderungen vorgenommen wie Haarfärbungen, Haarschnitte, Kleider, Schönheitsoperationen... Aber an der Natur, wie wir sie verstehen, wird das auch gemacht: geholzt, kanalisiert, Biotope von Menschenhand erbaut...

Immer mehr hört man von Naturkatastrophen, welche jedoch meist nicht uns betreffen, sondern nicht selten Menschen in ärmeren Verhältnissen. Darunter befinden sich auch Frauen, was sich mit unserem Gruppenblogthema verbinden lässt. Ich kann mir vorstellen, dass vielleicht viele Frauen alleine mit ihren Kindern sind, während ihre Männer sich in der Armee oder ähnlichem um Aufräumarbeiten kümmern müssen. Wie geht es wohl diesen Frauen?

Freitag, 25. Mai 2007

Nachhaltige Entwicklung im Unterricht

Beim Lesen dieses Artikels kamen mir viele Ideen die man Umsetzen könnte. Es ist im Grunde genommen gar nicht so schwierig etwas zu machen und ich kann mir vorstellen, dass die Motivation bei den Kindern sehr hoch sein wir, da es oft Dinge sind, die nahe bei den Kindern sind, und Dinge, welche sie selber betrifft, oder sie im Fernsehen gesehen haben.

Mich hat bei diesem Artikel vor allem der Internationale Aspekt angesprochen. Ich habe mir die Möglichkeit eines Internationalen Austausches noch gar nie wirklich überlegt. Vor allem wenn man die momentane Bildungspolitik anschaut mit dem Früh-Englisch. Somit erweitern sich die Internationalen Möglichkeiten massiv.

Ein Projekt das mich faszinieren würde wäre die Abfallentsorgung. Ich denke wir in der Schweiz sind nicht schlecht in der Abfalltrennung und Abfallentsorgung. Doch trotzdem empfinde ich es wichtig, dass die Kinder sensibilisiert werden und diese Vorgänge kennen. Wie gesagt, ist es ein Thema das sehr nahe bei den Kindern ist, weil es sie zum einen betrifft, und sie zum anderen darin tätig werden können.
Wenn ich mir nun die Internationale Ebene dazu vorstelle, kommt mir England in den Sinn. Ich glaube ich habe in einem der ersten Bloggs über die Abfallpolitik in England geschrieben. Ich war schockiert, dass sie (sogar in einem Jugendzentrum) nichts dafür machen, und dies eigentlich nur, da es der Staat nicht unterstützt und es zu teuer wäre dies zu tun.
Nun ja, England ist leider zu weit entfernt, ich kann mir jedoch sehr gut vorstellen, dass man in wenigen Jahren die Thematik Abfallentsorgung mit einer 6 Klasse in M+U thematisieren und natürlich auch im Englisch thematisieren könnte. Die Kinder hätten dann sicherlich einen genügenden Wortschatz um einen Briefwechsel mit Kindern aus England zu starten. Durch diesen direkten Kontakt könnten die Kinder über die Problematik und Vorgehensweisen in ihren eigenen Ländern nachdenken.
Ein weiterer Effekt des Briefwechsels wäre auch, dass dies kein kurzfristiges Vorhaben wäre, denn dies würde einen grösseren Zeitrahmen in Anspruch nehmen.

Leider kann ich die Thematik in diesem Blogg nicht in einen spezifischen Bezug zu unserem Bloggthema bringen.

Mittwoch, 23. Mai 2007

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Der Artikel machte mir bewusst, dass ich mit relativ wenig Aufwand mit einer Klasse etwas zur nachhaltigen Entwicklung beitragen kann. Es wurde mir vor allen Dingen klar, dass sich fast alle Themen in irgendeiner Weise mit Bildung für nachhaltige Entwicklung verbinden lassen...

Ganz spannend von den Ideen her finde ich die mit den öffentlichen Präsentationen, zum Beispiel in Schaufenstern von Kaufhäusern. Wäre das nicht ein enormer Ansporn für Kinder, wenn sie wissen, dass zahlreiche Leute ihre Arbeit betrachten werden?

Was ich mir auch sehr gut vorstellen kann, ist die genaue Untersuchung des Schulhauses, wobei sich insbesondere das Thema Abfall anbietet. Wie soll man den Kindern beibringen, wie man sich verhalten soll, ohne dass die Schule beziehungsweise das Schulhaus selbst korrekt handelt?

Etwas sehr visionär finde ich die Idee, dass Schülerinnen und Schüler Kontakte pflegen zu Kindern aus anderen Ländern. Mit den neuen Medien dürfte die Kommunikation fast kein Problem sein – vorausgesetzt, es handelt sich um Kinder aus ebenfalls privilegierten Familien (Wie viele Kinder auf der Welt haben schon die Möglichkeit, das Internet zu benutzen?). Unser Gruppenblogthema Frauen liesse sich zum Beispiel im Kontakt mit Kindern aus fremden Ländern thematisieren: Was machen die Frauen bei euch? Welche Stellung steht ihnen zu? Es könnte ein (oder mehrere) direkter Vergleich hergestellt werden. Aber: Wie sollte die sprachliche Verständigung funktionieren?
Natürlich ist der Austausch wichtig, aber an Realbegegnungen zu denken, finde ich dann doch etwas utopisch. Wenn, dann müssten man bei einem solchen Austausch ja wirklich eine andere, fremde Kultur kennen lernen, ansonsten würde er doch nicht viel zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen, oder schon? Ich meine, die Österreicher, die Deutschen und die Französinnen sind uns bezüglich Lebensstil doch ziemlich ähnlich...

Der Artikel zeigt meiner Meinung nach zwar viele gute Visionen – im wahrsten Sinne – auf, die einen träumen lassen und mich persönlich in irgend einer Weise motivieren. Trotzdem haben die Ideen für meinen Geschmack zu wenig Bezug zur Realität.

Ideen für nachhaltiges Unterrichten

Otto Herz zählt verschiedene Möglichkeiten auf, wie Schulen nachhaltig unterrichten können. Als erstes beschreibt er den Fachunterricht. Er sagt, dass sich nicht jedes Thema für jedes Alter zu jedem Zeitpunkt eignet. Ich denke aber, dass in einer Jahrgangsklasse die Kinder so unterschiedliche Interessen haben und so unterschiedlich weit sind in ihrem Lernstand, dass viele Themen auf allen Stufen durchgeführt werden können. Es kommt darauf an wie das Thema umgesetzt und verpackt wird. Oft trauen wir kleinen Kindern komplexe Inhalte nicht zu. Ich denke aber, dass wir sie oft unterschätzen und dass auch junge Lernende komplexe Vorgänge vereinfacht verstehen können.

Öffentliche Präsentationen:

Eine weitere Idee von Otto Herz sind öffentliche Präsentationen. Mir gefiel die genannte Idee, dass mit dem Müll Skulpturen gebaut werden können. Es ist offensichtlich, dass die reale Ansicht dieser Müllskulptur hinsichtlich der Menge des Abfalls einen grossen Eindruck hinterlässt. Ich könnte mir gut vorstellen, so etwas mit einer Klasse um zu setzen. Ich denke auch, dass sich dieses Thema gut für eine Sonderwoche eignen würde.

Zu diesen Skulpturen kommt mir auch den Satz von Seite 59 in den Sinn: „Wir wollen die Gestaltung des schulischen Lebens, Lernens und Lehrens im Geiste der Agenda 21 nicht als Last, sondern als Lust verstehen, auch dort, wo damit, unvermeidbar, Anstrengungen verbunden sein werden.“ Die Abfallskulptur ist für mich ein perfektes Beispiel dafür.

Schulprogramme:

Otto Herz sagt in seinem Artikel, dass Organisationen wie Amnesty International mit den Schulen zusammenarbeiten sollen. Ich denke auch, dass das sehr sinnvoll ist.

In meiner Kantonsschule gab es auch eine Gruppe die für Amnesty International arbeitete. Die Ausstellungen die immer wieder in der Schule gemacht wurden, waren eindrücklich. Ich denke, dass die Schule der beste Ort für solche Projekte ist. Die Kinder werden die Erdbürger der nächsten Jahre sein.


Mein grösster Impuls aus dem Text:

Der grösste Impuls den ich aber für meinen Lehrberuf aus dem Text mitnehme, ist eindeutig die Aussage, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung nicht als Last, sondern als Lust empfunden werden soll.

Dienstag, 22. Mai 2007

wie kann nachhaltig unterrichtet werden?


Motivation durch öffentliche Präsentationen

Beim Lesen des Artikels von Otto Herz gefiel mir die Idee der öffentlichen Präsentationen am besten. Herz schlägt hier vor, dass die Kinder mit ihrem erarbeiteten Wissen und ihren angeeigneten Erkenntnissen „Aus-der-Schule-herausgehen“ und sie „In-die-Stadt-hinein-tragen“. Als Beispiele gibt er die Ausstattung vom Kaufhaus-Schaufenster oder Interviews in einer Einkaufsstrasse an. Ich denke, dass solche Aktionen – vor allem, wenn sie bereits bei der Einführung des Themas bekannt gegeben werden – extrem motivierend sind für die Kinder. Es gibt ein Ziel und zwar eines, dass bei Erreichung vielen Leuten präsentiert werden kann. Ich denke, es kann nebst der Präsentation durch Schaufenster oder durch Interviews auch eine Ausstellung oder ein Auftritt sein, der das Interesse der Menschen wecken, Informationen zur Nachhaltigkeit vermitteln und die Kinder motivieren kann.

Motivation durch Zusammenarbeit und fächerübergreifenden Unterricht

Nebst diesem Vorschlag der Präsentation von Ergebnissen gefiel mir auch die Idee der Zusammenarbeit im Schulhaus. Eine Zusammenarbeit mit anderen Klassen kann den fächerübergreifenden Unterricht unterstützen und gegenseitig bereichernd sein. Allerdings sehe ich hier einen sehr grossen Aufwand, da gute Kooperation notwendig ist und alle motiviert mitarbeiten müssen. Ausserdem muss, wenn der Vorschlag so umgesetzt wird, wie ihn Herz vorschlägt, nämlich mit gemeinsamen Versammlungen, auch eine gemeinsame Zeit gefunden wird, was in vielen Schulen durch fixe Stunden (Förderunterricht, Turnen, Musik, Schwimmen, …) sehr schwierig sein wird. Doch die Grundidee gefällt mir gut und ich denke, die Zusammenarbeit mit einer Parallelklasse kann hier bereits ein guter Anfang sein. Schliesslich geht es nicht nur um eine grosse Zusammenarbeit sondern auch um den fächerübergreifenden Unterricht, der bereits mit zwei Klassen einfacher zu gestalten ist als mit einer Klasse alleine. Denn: gemeinsam ist besser als einsam :)

Montag, 21. Mai 2007

Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung: Sollen Mäuse ausgerottet werden?

Grund für die Themenwahl

Wir fragten uns, wie man innerhalb des Themas Mäuse nachhaltige Entwicklung lehren kann.

Analyse der Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit unterscheidet sich insofern von herkömmlichen Unterricht in MU, dass sie nachhaltige Entwicklung handelnd thematisiert.

Erstes Lernziel:

Teilkompetenz d.4

Begründung: Bei der Reflexion über den eigenen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung kommt die eigene Haltung zur Geltung.

Zweites Lernziel:

Teilkompetenz b.3

Begründung: Bei dieser Teilkompetenz werden die persönlichen Kriterien zur Beurteilung einer gesellschaftlicher Zustände besprochen. Somit lernen die Kinder die Meinungen ihrer Mitschüler kennen.

Drittes Lernziel:

Teilkompetenz e.3

Begründung: Indem die Kinder zu konkreten Fragen Antworten suchen, erwerben sie spezifisches Wissen.

Viertes Lernziel:

Teilkompetenz g.1

Begründung: Spricht für sich.

Fünftes Lernziel:

Teilkompetenz b.1

Begründung: Dank den Kenntnissen von den ökologischen, ökonomischen und sozio-kulturellen Mechanismen können die Kinder die verschiedenen Sichtweisen miteinander in Beziehung setzen.

Sechstes Lernziel

Teilkompetenz c.2

Begründung: Für das Verstehen der Komplexität ist das Zusammenführen des Wissens aus verschiedenen Fachgebieten wichtig.

Beinhaltete Prinzipien:

- Handlungs- (und Reflexions-)orientierung:
- Mäuse fangen
- Mäuse füttern
- Rollenspiele
- Experimente mit Steinmäusen (Wissenschaftler)
- ...

- Entdeckendes Lernen
- Mäuse und Hausbrand
- Einstieg (Mäusespuren)
- Vermehrung

- Vernetztes Lernen
- Feinde
- Hausbrand
- Wissenschaftler

- Zugänglichkeit
- Mäusehaltung (Originalbegegnung)
- entdeckender Einstieg

- Verbindung von sozialem, selbstbezogenem und methodenorientiertem mit sachbezogenem Lernen
- Vermehrung
- Rollenspiele (Entwicklung einer Maus)

Weiterentwicklung:

c.6: Sie können Strategien und Entscheidungsprozesse daraufhin beurteilen, ob sie den Anforderungen an eine Nachhaltige Entwicklung genügen.

--> Bekämpfung von Mäuseplagen, Tierversuche mit Mäusen

d.5: Sie sind bereit, individuell und kollektiv Verantwortung zu übernehmen für die Lebensumstände ihrer Mitmenschen, künftiger Generationen und nicht-menschlicher Lebewesen.

--> Schutz der Tiere, Haltung und persönliche Einstellungen

Visionsorientierung:

Schwerpunkt auf die Zukunft: Gibt es immer mehr Mäuse? Welche Probleme oder Chancen bringen Mäuse mit sich? Was für langfristige Auswirkungen hat der Mäusefang?

Samstag, 19. Mai 2007

Frauen und Männer gleichgestellt

Die Gleichstellung von Männern und Frauen wird in unserer Gesellschaft häufig als ein Thema angesehen, über das sich ein paar exzentrische Feministinnen aufregen. Ist das berechtigt? Die Gleichstellung von Frauen und Männern wird beim jetzigen Tempo das für die Gesellschaft wichtige politische Organe an den Tag legen erst im Jahre 2490 erreicht sein - so die Berechnungen in einer Veröffentlichung der Vereinten Nationen. Sicher ist das eine Durchschnittszahl für viele Länder der Erde. Aber die Probleme der anderen gehen uns schliesslich genauso etwas an, wie die der eigenen Gesellschaft. Wollen Sie solange auf Lösungen warten? Dieser Prozess muss sicher beschleunigt werden. Ein erster Schritt dazu wäre nicht von "Frauen" und "Männern" zu reden, sondern von Menschen in all ihrer Unterschiedlichkeit und Vielfalt. Diese Sicht fordert uns zu anerkennendem Verhalten heraus. Dieses bezieht sich auf Geschlecht und Herkunft, die Lebenslage, Krankheit und Behinderung, das Alter, eine Glaubensrichtung oder die sexuelle Orientierung genauso wie die Vielfalt der möglichen familiären Situationen. Eines wie das andere gilt es in diesem Zusammenhang ernst zu nehmen, sollen Veränderungen nachhaltig auf den Weg gebracht werden. Das Ziel ist eine veränderte Kultur der Vielfalt, wozu auch das "Theme" Mann/Frau gehört.

Solches Denken erfordert Visionen und nicht satte Zufriedenheit mit dem, was wir hier schliesslich schon erreicht haben. Unser Glück ist abhängig vom Glück der Anderen.

W.Braun

Dienstag, 15. Mai 2007

Angst als Motivation

Ich glaube, dass mich die Angst vor der Zukunft am meisten motiviert, nachhaltig zu handeln. Ich befürchte, dass die Welt irgendwann so zerstört ist, dass wir hier nicht mehr „normal“ leben können. Leider muss ich allerdings sagen, dass mich diese Angst im Moment noch nicht genügend motiviert, zum wirklich AKTIV und NACHHALTIG etwas gegen diese Zerstörung zu unternehmen. Ich achte mich wohl darauf, Abfall wenn möglich zu trennen, den Zug zu nehmen wenn es gut möglich ist, und so weiter. Allerdings sind das für mich so kleine Beiträge, dass ich sie nicht als wirklich aktive nachhaltige Handlungen interpretiere. Dabei hält mich vor allem der Gedanke, dass ich alleine eh nichts Grosses bewirken kann, vom wirklichen, mehr bewirkenden nachhaltigen Handeln ab. Ich weiss zwar eigentlich selbst, dass ein kleiner Beitrag zu einem grossen Beitrag viel beisteuern könnte und sich nichts verändern wird, wenn alle so denken wie ich, trotzdem fehlt mir leider die Motivation und wohl auch die Zeit, ein nachhaltiges Projekt auf die Beine zu stellen.

Wenn ich bestürzt bin über die Behandlung der Frauen in der Dritten Welt und mir sage, dass ich gerne etwas dagegen tun würde, ist die Motivation dafür bestimmt nicht Angst. Mich motiviert dabei eher mein Verantwortungsgefühl oder vielleicht sogar das schlechte Gewissen, das es uns besser geht als diesen Frauen und wir nichts dagegen dafür unternehmen, sie zu unterstützen.

Sonntag, 13. Mai 2007

Motivation für nachhaltiges Handeln

Wenn ich die Schönheit der Natur sehe, dann möchte ich dies für die nachkommenden Generationen erhalten. Es stört mich, wenn ein wunderschöner Naturplatz mit Abfall übersäht ist. Wenn Wiesen und Wälder überbaut werden, ist es meiner Meinung nach schade um die Natur und auch Energieverschwendung jeglicher Art kann ich nicht verstehen.

Trotzdem passiert es mir selber immer wieder, dass ich Geräte nicht ausschalte, oder Abfall in der Natur liegen lasse etc. Ich denke, dass nicht nachhaltiges Handeln oft aus Faulheit heraus passiert. So ist es einfacher eine Strecke mit dem Auto zurück zu legen, oder sich nicht nach dem herunter gefallenen Papierchen zu bücken.

Wir Menschen sind faul, aber auch Gewohnheitstiere. Ich denke, dass nachhaltiges Handeln oft antrainiert ist. Ich trenne den Abfall, weil meine Eltern mir das so gelernt haben. Andere stellen das Wasser beim Duschen ab, weil das in der Familie so gemacht wird. Ich denke, dass wir uns vieles angewöhnen können. Wir handeln dann aber aus Gewohnheit und nicht aus der Motivation heraus, die Umwelt zu schützen.

Seit die Klimaerwärmung so ein grosses Thema und überall in den Schlagzeilen ist, kommt für mich daher eine sehr grosse Motivation. Die Klimavorhersagen machen mir Angst und ich möchte mich bemühen meinen Teil zum Klimaschutz beizutragen. Ich denke, die Angst vor den Klimaveränderungen ist meine allergrösste Motivation.

Bezug zum Gruppenblogthema

Die Motivation um die Stellung der Frau nachhaltig zu verändern ist bei mir nicht sehr gross. Ich denke nicht, dass ich da sehr viel tun kann. Für mich ist dieses Thema viel weiter weg als zum Beispiel der Klimawandel.

Meiner Meinung nach ist die Frau und der Mann hier in der Schweiz ziemlich gleichgestellt. Ich fühle und fühlte mich bis jetzt dem Mann gegenüber nie benachteiligt und habe deswegen keine Motivation um etwas zu unternehmen.

Frauen aus der dritten Welt haben es da nicht so gut wie wir. Motivation um da etwas dagegen zu tun, nehme ich aus Berichten und Reportagen. Allerdings ist dies für mich oft auch unvorstellbar, da es mich auch nicht direkt betrifft.

Motivation für Nachhaltige Entwicklung

Einer der Gründe zur Nachhaltigen Entwicklung stellen bei mir die Worst Case Zenarien dar. Wenn man Meldungen hört wie beispielsweise: Die Menschheit werden nur noch 150 Jahre gegeben, da dann die Trinkwasservorräte aufgebraucht sind, dann wird mir bewusst, dass das ja gar nicht mehr solange dauern wird. Ich glaube schon unsere Generation wird grundlegende Veränderungen konfrontiert welche durch unser Handeln entstanden sind. Wasser, Luft, Klima, ect. ect. Wenn man dann weiterdenkt, dann werden unsere Kinder vor riesigen Problemen stehen und ob unsere Grosskinder werden "den Untergang der Welt" erleben.

Wenn man sich dies einmal vor Augen führt, dann ist dies ein riesiger Grund, jetzt und sofort Nachhaltig zu Handeln!!!

Ich finde es noch schwierig, diese Thematik nun für unser Blogthema zu erweitern. Es ist ein Problem, welches die ganze Menschheit angeht. Vor allem wir aus der westlichen Welt!
Wenn ich es auf mich als Frau beziehe, dann ist eine Frage die sich stellt: Ist es überhaupt noch sinnvoll Kinder in die Welt zu stellen?

Samstag, 12. Mai 2007

Motivation zu nachhaltigem Handeln

Wenn ich ganz spontan darauf antworten soll, was mich für nachhaltiges Handeln motiviert, dann hat dies vor allem einen egoistischen Hintergrund. Ich möchte möglichst lange auf dieser Welt leben, und das unbeschwert – nicht mit einer Gasmaske oder einem Spezialkostüm, das die „Killerstrahlen“ vor meiner Haut abschirmt, ausgestattet. Ich möchte auch mit gutem Gewissen eine Familie gründen können. Meine Nachkommen sollen wiederum ein unbeschwertes Leben geniessen. Sehr gerne halte ich mich in der Natur auf und schätze diese Schönheit, was bestimmt auch mit ein Grund ist.


All diese Gründe fielen mir spontan zuerst ein. Ich bin aber davon überzeugt, dass das Ganze auch oder vor allem mit der anerzogenen Einstellung zu tun hat. Ein Mensch, der in seiner Kindheit nie dazu bewogen wurde, in irgendeiner Weise nachhaltig zu handeln, der wird das sehr wahrscheinlich auch als Erwachsener nicht tun – weil es ihm einfach fremd ist oder weil es ihm zu schwer fällt, seinen bisherigen Lebensstil zu ändern. Ich sehe den Hauptgrund für mein heutiges, in einigen Dingen bewusstes Handeln in der Erziehung durch meine Mutter. Sie hat mir die Einstellung übertragen, dass man sich immer zweimal überlegt, ob etwas wirklich nötig ist (Plastiktasche beim Einkaufen, Auto...). In meiner Kindheit geschahen diese Dinge ganz automatisch – man nahm einfach immer eine Stofftasche zum Einkaufen mit, ging möglichst zu Fuss oder mit dem Fahrrad irgendwo hin und hatte nie Alufolie oder Weichspüler im Haushalt. Ich merke nun, wie ich diese Dinge übernommen habe und mich über Leute aufrege, die sorglos Alufolie oder das Auto benützen.


Jetzt habe ich mich aber ziemlich positiv hingestellt – dabei bin auch ich überhaupt nicht in allem ein Vorbild. Was mich – wie ich leider in letzter Zeit vermehrt feststellte – zu eher nachlässigem Handeln bewegt oder veranlasst, ist die Bequemlichkeit. Hinzu kommt auch ab und zu die Frage: Was nützt es wirklich, wenn ich (als einzige oder zu einer Minderheit gehörend) darauf verzichte? Kommt es darauf wirklich an?


In Bezug auf unser Gruppenblogthema „Frauen“ kann ich nur wieder sagen, dass da in der westlichen Welt mit der Einführung des Frauenstimmrechts und mit der herrschenden Emanzipation der Frauen schon recht viel geschehen ist im Bereich Nachhaltigkeit. Allerdings muss immer noch gehandelt werden – für die Frauen, die unterdrückt werden und den Männern eben nicht gleichgestellt sind. Was mich daran hindert, ist in erster Linie das Wissen um die Möglichkeiten, eine Art Ohnmacht. Ich stelle mir dann auch die Frage: Was kann ich als einzelne, junge Frau ausrichten? Und vor allem: Was bin ich bereit, auszurichten?

Motivation zu nachhaltigem Handeln

Wenn ich ganz spontan darauf antworten soll, was mich für nachhaltiges Handeln motiviert, dann hat dies vor allem einen egoistischen Hintergrund. Ich möchte möglichst lange auf dieser Welt leben, und das unbeschwert – nicht mit einer Gasmaske oder einem Spezialkostüm, das die „Killerstrahlen“ vor meiner Haut abschirmt, ausgestattet. Ich möchte auch mit gutem Gewissen eine Familie gründen können. Meine Nachkommen sollen wiederum ein unbeschwertes Leben geniessen. Sehr gerne halte ich mich in der Natur auf und schätze diese Schönheit, was bestimmt auch mit ein Grund ist.

All diese Gründe fielen mir spontan zuerst ein. Ich bin aber davon überzeugt, dass das Ganze auch oder vor allem mit der anerzogenen Einstellung zu tun hat. Ein Mensch, der in seiner Kindheit nie dazu bewogen wurde, in irgendeiner Weise nachhaltig zu handeln, der wird das sehr wahrscheinlich auch als Erwachsener nicht tun – weil es ihm einfach fremd ist oder weil es ihm zu schwer fällt, seinen bisherigen Lebensstil zu ändern. Ich sehe den Hauptgrund für mein heutiges, in einigen Dingen bewusstes Handeln in der Erziehung durch meine Mutter. Sie hat mir die Einstellung übertragen, dass man sich immer zweimal überlegt, ob etwas wirklich nötig ist (Plastiktasche beim Einkaufen, Auto...). In meiner Kindheit geschahen diese Dinge ganz automatisch – man nahm einfach immer eine Stofftasche zum Einkaufen mit, ging möglichst zu Fuss oder mit dem Fahrrad irgendwo hin und hatte nie Alufolie oder Weichspüler im Haushalt. Ich merke nun, wie ich diese Dinge übernommen habe und mich über Leute aufrege, die sorglos Alufolie oder das Auto benützen.

Jetzt habe ich mich aber ziemlich positiv hingestellt – dabei bin auch ich überhaupt nicht in allem ein Vorbild. Was mich – wie ich leider in letzter Zeit vermehrt feststellte – zu eher nachlässigem Handeln bewegt oder veranlasst, ist die Bequemlichkeit. Hinzu kommt auch ab und zu die Frage: Was nützt es wirklich, wenn ich (als einzige oder zu einer Minderheit gehörend) darauf verzichte? Kommt es darauf wirklich an?

In Bezug auf unser Gruppenblogthema „Frauen“ kann ich nur wieder sagen, dass da in der westlichen Welt mit der Einführung des Frauenstimmrechts und mit der herrschenden Emanzipation der Frauen schon recht viel geschehen ist im Bereich Nachhaltigkeit. Allerdings muss immer noch gehandelt werden – für die Frauen, die unterdrückt werden und den Männern eben nicht gleichgestellt sind. Was mich daran hindert, ist in erster Linie das Wissen um die Möglichkeiten, eine Art Ohnmacht. Ich stelle mir dann auch die Frage: Was kann ich als einzelne, junge Frau ausrichten? Und vor allem: Was bin ich bereit, auszurichten?

Mittwoch, 9. Mai 2007

Vernetzungen

Eine Tasse Kaffee

Kaffee trinken ist sehr einfach. Ich gehe in den Migros, nehme mir den Kaffee aus dem Regal, gehe an die Kasse und zahle ihn. Zuhause koche ich heisses Wasser und fülle den Kaffee in die Tasse.

Nunja, ich möchte jetzt aber mal nachgehen, von wo dieser Kaffee eigentlich stammt!
Geerntet wird er beispielsweise in Äthiopien während 10 bis 12 Wochen. Die Früchte werden mit der Hand gepflückt, damit nur die Reifen Früchte abgenommen werden. Dies erhöht die Qualität des Kaffees. Um Arbeit zu sparen, wird auch mit der Maschine geerntet, dies verringert jedoch die Qualität. Um 1 Sack mit 60 kg Rohkaffee zu erhalten, ist die Ernte von 100 gut tragenden Arabica-Bäumen erforderlich.

Mit der Nassaufbereitung wird möglichst innerhalb von 12 Stunden, spätestens 24 Stunden nach der Ernte begonnen. Zunächst wird mit Wasser vorgereinigt (Hand oder Maschine) und durch Schwemmen vorsortiert und die Fruchthaut wird entfernt.
Für die Nassaufbereitung werden je Kilogramm marktfertigen Rohkaffee 130 bis 150 Liter Wasser benötigt.
In einer Schlussbehandlung werden noch enthaltene Verunreinigungen abgetrennt und die Bohnen – bei hochwertigen Kaffees mit der Hand – verlesen, das bedeutet nach Größe und Qualität sortiert. Das ergibt den marktfertigen Rohkaffee.

Der Kaffee wird nun verschifft und nach Europa, beispielsweise nach Hamburg transportiert. Der Hamburter Hafen ist weltweit der größte Umschlagplatz für Rohkaffee.
Dort wird der Kaffee an Grosshandelsfirmen verkauft und kleineren Filialen zum Verkauf weitergereicht.

Nun sind wir an dem Punkt angelangt, anwelchem ich in den Laden gehen kann und ihn einfach so aus dem Regal ziehen.

Nun ist es auch noch interessant zu sehen, wer mein im Laden gezahltes Geld nun wirklich bekommt.

Zusammensetzung des Kaffeepreises
44,9% Steuern, Zölle, Frachtkosten
23,7% Einzelhandel
17,8% Händler und Röster
8,5% Plantagenbesitzer
5,1% Löhne der Arbeiter

Dies sind erschreckende Zahlen. Zusammengerechnet bekommen all jene, welche an der eigentlichen Produktion beteiligt sind nur ca. ein drittel des Geldes. Weit mehr Geld wird gebraucht für Steuern, Zölle und Frachtkosten.

Angenommen ich kaufe 1 kg Kaffee im Laden für 5.- dann machen davon genau 25 Rp. die Löhne der Arbeiter aus.

Bezogen auf unser Bloggthema lässt sich hier sicher noch anfügen, dass bei der Liste auch Arbeiterinnen stehen sollte. Ich habe jetzt die Arbeitsverhältnisse dieser Arbeiter und Arbeiterinnen nicht erwähnt. Aber wenn man nur schon ihre Löhne anschaut, ist dies erschreckend!


Sonntag, 6. Mai 2007

Vernetzungen

Enorm, wie viele Menschen gearbeitet haben, ihre Ideen umsetzten, Neues erfanden, entwickelten und entdeckten, damit ich heute so leben kann, wie ich es tue.
Überhaupt haben wir unseren heutigen Lebensstandard – denjenigen, den die meisten Menschen hier in der Schweiz geniessen dürfen, nämlich einen hohen – wohl Tausenden von Menschen zu verdanken. Man denke da nur mal an den Strom, den wir heute als selbstverständlich betrachten und benützen, als gebe es ihn schon immer. Dabei ist irgendjemand einmal auf die Idee gekommen, etwas anderes als Kerzen zu benützen, um im Dunkeln Licht zu haben. Diese Idee wurde dann ständig weiterentwickelt, erneuert und verbessert. Wie viele Menschen daran beteiligt waren? Keine Ahnung, aber bestimmt einige. Und das Licht ist ja nur ein kleines Beispiel von vielen. Die Menschen vor uns haben für uns gearbeitet. Durch ihre Arbeit hat sich unser Lebensstandard erhöht.

Wenn ich an meine Urgrossmutter denke, dann wird mir bewusst, wie anders sie doch gelebt hat als wir heute! Zu ihrer Zeit (zumindest bis sie etwa 70 war) existierte das Wort „Computer“ höchstwahrscheinlich nicht. Könnte unser Leben ohne Computer funktionieren? Es sollte so sein. Früher tat es das ja auch. Und doch ist es für uns unvorstellbar, ohne ihn zu sein. Der Auftrag, den ich hier ausführe, könnte nicht erledigt werden.

Bezogen auf unser Gruppenblogthema fällt mir ein, dass ich ebenfalls nicht da stehen würde, wo ich jetzt bin. Ich wäre keine Studentin der PHR und würde schon gar nicht Lehrerin, hätten sich Frauen vor unserer Zeit nicht gewehrt und sich eingesetzt – für das Recht der Frau. Frauen haben gekämpft, damit sie auch ein Recht auf Bildung bekommen, abstimmen und Hochschulen besuchen dürfen. Sie haben es für sich, aber auch für uns getan.Ein Gleichgewicht herrscht noch nicht. Zwar sind wir Frauen in der Schweiz und in einigen Teilen der westlichen Welt den Männern sozusagen gleichgestellt. Es gibt aber auch nicht wenige Länder, in denen die Frauen weiterhin von den Männern unterdrückt sind und – provokativ ausgedrückt – als Gebär-, Putz- und Kochmaschinen missbraucht werden. Ich glaube, es läge nun an uns, etwas für diese Frauen zu tun...

Freitag, 4. Mai 2007

Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel

Ich bin zwar gegen Kinderarbeit und gegen unterbezahlte Arbeit, leider achte ich aber trotz dieser Einstellung zu wenig auf die Herkunft der von mir konsumierten Sachen. Doch vielfach wüsste ich auch nicht, woher ich die Information erhalten könnte, wie und wo die Produkte entstanden sind. Vielfach sind die Produkte viel zu wenig klar deklariert, als das wir die Hintergründe überhaupt erfahren könnten.



Im Gegenzug dazu kämen wir viel einfacher zu Informationen über öffentliche Dienstleistungen. Man könnte relativ einfach erfahren, wer die von uns genutzten Dienstleistungen anbietet bzw. wer dafür was arbeiten muss, da dies meist offensichtlich ist. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass sich darüber auch kaum jemand Gedanken macht. Ich habe heute zum Beispiel selbst festgestellt, dass ich die öffentlichen Verkehrsmittel völlig selbstverständlich benutze, ohne jeglichen Gedanken an den Anbieter bzw. diejenigen Menschen, die mir die Fahrt ermöglichen. Wenn man es sich genauer überlegt, sind jeweils sehr viele Personen daran beteiligt, wenn ich eine Zugfahrt unternehme. So braucht es einen Zugführer und einen Kondukteur. Allerdings sind auch Leute notwendig, die die Zugfahrten koordinieren, die Gleise instand halten, die Züge immer wieder reinigen und so weiter. Diese Überlegungen haben mich ein wenig erschreckt. Es ist wohl niemandem bewusst, wie viele Leute bzw. Dienstleistungen er oder sie beansprucht für etwas, was uns kaum einen Gedanke wert ist.



Ich denke das gilt auch für unser Gruppenblogthema. Vielen von uns ist es sicher nicht bewusst, wie viele Frauen aus der Dritten Welt für uns arbeiten.

"Made in ???"

Ich finde es sehr spannend und auch wichtig, sich zu überlegen, woher unsere Güter kommen und welche Hände daran gearbeitet haben. Das Problem dabei ist, dass auf der Verpackung höchstens steht "made in china" oder "made in thailand" etc. Woher soll ich nun wissen, ob hinter dem Produkt Kinderarbeit steckt oder ob bei der Produktion Menschenrechte verletzt werden. Bei vielen Gütern ist mir klar, auf welche Weise diese hergestellt werden, da sie ansonsten nicht so billig sein könnten. Allerdings gebe ich zu, dass ich meisten auch nicht wissen will, woher die Produkte stammen, die ich kaufe. Ich denke, dass ich es nicht mit mir vereinbaren könnte, wenn ich wüsste, dass meine Hose von einer Person hergestellt wurde, die zwölf Stunden am Tag arbeitet, beinahe nichts verdient und mit fünf anderen Personen im gleichen Zimmer wohnen muss. Es würde mir auch das Herz brechen, wenn ich wüsste, dass der Kaffee, den ich trinke von Kinder fabriziert wird. Deshalb verschliesse ich die Augen, wobei ich denke, dass es vielen anderen auch so geht. Diese Haltung ist eigentlich genau falsch. Wenn sich niemand Gedanken über die Herkunft unserer Produkte macht, wird sich auch nichts ändern.
Wenn ich andererseits im Migros stehe und mich zwischen Fair Trade und anderen Produkten entscheiden muss, wähle ich immer die billigere Variante. Dies werde ich aber ändern, wenn ich einen Job habe und verdiene. Meiner Meinung kann man indem man Fair Trade Produkte kauft, als Einzelperson etwas gegen ungerechten Handel tun.

Schokolade
Als konkretes Beispiel kann ich hier nur die Herkunft der Schokolade beschreiben. Dies wurde uns in den letzten Mensch und Umwelt Lektionen anhand eines Filmes gezeigt.
Schokolade wird in Lateinamerika und in Afrika hergestellt. Allerdings wird in Lateinamerika auf Fair Trade und Qualität geachtet, wohingegen in Afrika eine Massenproduktion herrscht. In Lateinamerika bereiten die Ureinwohner die Kakaobohnen zu, wohingegen es in Afrika Kinderarbeit gibt. Grosse Firmen wie Nestle wissen dies, machen aber nichts dagegen.

Frauen
Viele Frauen in der 3.Welt arbeiten sehr hart und erhalten dafür fast kein Geld. Sie arbeiten zu unmöglichen Zeiten, haben keine Ferien und keine freien Tage. Wir in der westlichen Welt kaufen dann für wenig Geld die hergestellten Produkte.

Achtsamkeit

Diese Woche sind mir gerade verschiedene Male Mutter-Kind Situationen aufgefallen.
Das erste Beispiel beobachtete ich am Montag beim Ausgang des Hallenbades. Der etwa 10 jährige Knabe kommt aus dem Schwimmkurs und die Mutter wartet vor der Türe auf ihn. Nach der Begrüssung die erste Reaktion des Kindes: Er drückt der Mutter seine zwei Schwimmtaschen in die Hand. Der Mutter fällt eine Tasche herunter, SIE bückt sich und sucht dem Sohn noch das Käppchen aus der Tasche welches sie ihm dann aufsetzt. Zusammen laufen sie zur Bushaltestelle, wobei der Knabe nichts zu tragen hat.
Das zweite Beispiel beobachtete ich heute morgen. Dem Anschein nach kam eine Klasse aus einem Lager zurück, die Müttern (nur Mütter) haben sie am Bahnhof abgeholt und jede nahm seinem Kind einen Teil des Gepäckes ab. Nunja, beim zweiten Beispiel ist das sehr naheliegend. Ich konnte auch kein Kind beobachten, welches nichts mehr tragen musste.
Daraus würde ich schliessen, dass es warscheinlich sehr normal ist und zur Aufgabe der Mutter gehört, dem Kind die Last abzunehmen. Nur sehe ich ein Problem vorallem im ersten Beispiel. Die Abläufe zwischen Mutter und Kind sahen sehr eingespielt aus (das ist warscheinlich auch der Grund wieso es mir aufgefallen ist). Für das Kind war es normal, das die Mutter ihm alles abnimmt. Ich finde aber diese Rollenverteilung sehr extrem. Diese Mutter meint es ja sicher nur gut, sie umsorgt ihn und macht alles für ihn. Jedoch sehe ich da auch Nachteile. Und diese Nachteile laufen eigentlich schon in den Zusammenhang zu unserem Bloggthema.

Viele Mütter übernehmen sehr vieles oder fast alles für ihre Kinder. Sie unterstützen es in allen Lagen und erfüllen ihnen womöglich auch alle Wünsche. Es besteht dann aber die Gefahr für die Mutter resp. Frau, dass sie sich in die Rolle des "Mädchens für alles" drängt. Natürlich putzt sie dann auch immer das Zimmer des Kindes und wäscht ihm die Wäsche bis 30. Dies wiederum prägt das Bild des Knabens gegenüber Frauen. Und er erwartet somit, das sich die Mutter wie auch die zukünftige Freundin um ihn kümmert, da er ja Hilfsbedürftig und nicht selbstständig ist.

Nunja, diese Geschichte ist jetzt einbisschen überspitzt, aber ich denke, und es kommt auch immer wieder vor, dass genau diese Rollen verteilt werden und die im Gesellschaftsbild haften bleiben. Deshalb ist es sicherlich sehr wichtig für uns als Zukünftige Lehrerinnen und Mütter unsere Kinder zur Selbstständigkeit und zu einem gesunden Rollenverständnis zu erziehen.

Donnerstag, 3. Mai 2007

Bewusst leben

Man lebt wirklich viel zu wenig bewusst. Ich musste in der letzten Woche feststellen, dass die Schule bzw. das Studium in meinem Leben einen viel zu grossen Platz einnimmt. Ständig habe ich irgend etwas zu tun. Freizeit existiert schon fast gar nicht mehr, die Zeit für Hobby kann ich mir fast nicht mehr leisten. Ich frage mich immer mehr: Wo führt das hin? Was ist der Sinn dahinter? Sollte man das Leben nicht geniessen? Ich lebe noch ein wenig mit der Hoffung, dass im Sommer alles anders wird. Dass ich dann, nachdem ich mein Ziel, Lehrerin zu werden, erreicht habe, das Berufsleben geniessen kann. Aber werde ich das können? Gibt es dann nicht auch immer wieder etwas zu tun? Doch. Ich glaube, der Trick besteht in der persönlichen Einstellung. Mir kommt dazu ein Mail in den Sinn, das vor längerer Zeit mal die Runde gemacht hat. Die Kernaussage dieses Mails war, dass man jeden Tag geniessen soll, als wäre es der letzte. Man weiss nie, wann das Ende kommt. Der Meinung bin ich eigentlich auch, obwohl die Umsetzung dieses Leitsatzes nicht ganz so einfach sein dürfte. Ein Anfang wäre eben genau die Achtsamkeit. Es gibt so viele kleine Dinge, über die man sich jeden Tag freuen kann. Und ich glaube, nicht nur ich, sondern auch viele andere Menschen sind in dieser Hinsicht blind. Sie sehen diese kleinen Dinge nicht. Vor lauter Arbeit nimmt man das andere, das Schöne nicht mehr wahr. Also: richten wir doch den Blick bewusst auf die schönen Dinge im Leben! Ich weiss von einer Frau, die jeden Abend über den Tag nachdenkt und sich davon etwas Positives in ein Büchlein schreibt. Warum nicht? Vielleicht verhilft einem dies zu seinem persönlichen Glück...?

Dienstag, 1. Mai 2007

Achtsam durch den Alltag

Es ist wichtig, dass wir uns aufmerksam durch den Alltag bewegen. Es ist die Aufgabe eines jeden, darauf zu achten, was wir selber tun und was unsere Mitmenschen tun. Wir sollten darauf achten, wie sich die Menschen um uns fühlen, aber auch wie es mit unserer Umwelt steht.
Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass wir nicht nur auf unser eigenes Tun achten, sondern auch auf das unserer Mitmenschen. Durch die Methode mit den Post-it Zettel können wir uns daran erinnern, bewusst auf unsere Mitwelt zu achten und nicht nur unser eigenes Umfeld wahr zu nehmen. Ich denke, dass wir durch Achtsamkeit viele Dinge wahrnehmen, mit denen wir nicht einverstanden sind. Dabei meine ich wie andere Menschen miteinander umgehen, wie andere Menschen mit der Umwelt umgehen oder allgemeine Missstände. Indem wir solche Dinge ausser acht lassen, erhalten wir ein Idealbild der Welt und bleiben untätig. Es ist anzustreben, dass wir Missstände sehen und uns für Verbesserung einsetzten. Jeder Mensch ist verantwortlich dafür, Schlechtes zu sehen und zu verbessern. Somit kann ein Beitrag zur Nachhaltigkeit gebracht werden.

Achtsamkeit im Bezug auf unser Gruppenblogthema:
Es ist wichtig, dass wir den Stand der Frau in der dritten Welt beobachten, obwohl wir hier in der westlichen Welt fast keine Probleme im Bereich der Gleichberechtigung haben. Es ist wichtig, dass wir in unserem Alltag darauf achten, wie gut es uns geht und uns bewusst sind, wie es in anderen Ländern zu und her geht. Indem wir uns dies bewusst sind, sind wir auch eher bereit etwas dagegen zu tun. Solange wir mit Scheuklappen herum wandern und nicht achtsam sind, werden wir auch untätig bleiben.

Durch Achtsamkeit im Alltag können auch Missstände zwischen Mann und Frau in der westlichen Welt entdeckt werden. Obwohl bei uns gesetztliche Gleichberechtigung herrscht, sind auch hier viele Missstände zu entdecken.